Im Konvoi Richtung Gorleben

40 Jahre Protest gegen Atommüll-Endlager

tl Lüchow/Gorleben. 35 Trecker und ein paar Autos sind am Sonnabendmittag von Lüchow und Dannenberg aus in Richtung Gorleben gefahren. Dort fand ein Aktionstag anlässlich des 40-jährigen Jahrestages der Standortbenennung Gorlebens als “Nukleares Entsorgungszentrum”, so die damalige Bezeichnung, statt. Es war die Geburtsstunde des Gorleben-Protests.

Der setzte sich am Sonnabend fort. Die teils mit Protestbannern bestückten Trecker sammelten sich beispielsweise an der B 248 zwischen dem Ortsausgang Lüchow und dem Plater Kreisel. Kurzzeitig sperrte die Polizei den Bereich deshalb vollständig. Dann fuhr der Treck hupend durch die Lüchower Innenstadt. In der Tarmitzer Straße schwangen Anwohner von ihrem Balkon aus die Fahne mit der Wendlandsonne.

gefunden ejz vom 19.2.2017

“Jeder Bauer suchte sich seinen Zwangsarbeiter aus”

Dannenberg. Im April 1941 kündigt das Arbeitsamt einen Transport polnischer Arbeiter in Dannenberg an. Abends um 22 Uhr treffen die 100 Mann am Westbahnhof an, werden zum Schützenhaus gebracht und dort an die Bauern verteilt. Und weil das länger dauern kann, wird an diesem Tag mitten im Krieg ausnahmsweise die Polizeistunde bis 2 Uhr verlängert. “Jeder Bauer suchte sich seinen Zwangsarbeiter aus – wie bei der Sklavenverteilung”, kommentierte die Historikerin Elke Meyer-Hoos vom Museum in Wustrow am Dienstag im Dannenberger Rathaus dieses Ereignis.
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Bewegender Protest

Dannenberg. Mehrere hundert Menschen haben sich am Dienstag auf dem Dannenberger Marktplatz an der Protestaktion “One Billion Rising” gegen Gewalt an Mädchen und Frauen beteiligt. Sie tanzten zu dem recht emotionalen Song “Break the chain”. Die Aktion fand weltweit statt. Am Rand des Marktplatzes hatten die Frauen mehrere Banner und Zettel aufgehängt, auf denen sie in verschiedenen Sprachen zu mehr Respekt gegenüber dem weiblichen Geschlecht aufforderten. Am Rande machten sich offenbar einige junge Männer lustig über die Veranstaltung. Ein Video und weitere Fotos der Aktion finden Sie online auf www.ejz.de

gefunden ejz vom 16.2.2017

Atomkraftgegner begehen den 40. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens

Gorleben. Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren zeigte ein niedersächsischer Ministerpräsident auf einen kleinen Punkt auf der großen Landkarte. Der Punkt hieß Gorleben. An diesem Ort schien Regierungschef Albrecht ein Problem los zu werden, das er lieber gar nicht erst bekommen hätte. Er musste – aus welchen Gründen auch immer – der Bundesregierung Orte angeben, an denen der hochradioaktive Abfall der Energieproduktion landen sollte. Die Bürgerinitiative Umweltschutz und die Bäuerliche Notgemeinschaft begehen dieses Datum in dieser Woche mit einer Reihe von Veranstaltungen. Den Auftakt machte am Sonnabend eine Treckerdemonstration mit mehr als 120 Traktoren vor dem Gorlebener Endlagerprojekt.
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Emotionale Höhen und Tiefen

Platenlaase. Es ging unter die Haut, es war anstrengend. “Ich weiß, dass ich meinen Zuschauerinnen sehr viel zumute”, erklärte Schauspielerin Beate Albrecht den ausnahmslos weiblichen Gästen am Sonnabend im Café Grenzbereiche in Platenlaase. Es habe schon Vorstellungen gegeben, bei denen die Gäste ihr Stück nicht ausgehalten hätten, kommentierte Albrecht weiter. Sie spielte das selbst geschriebene und inszenierte Stück “Jenseits vom Tag”. Sein Thema: sexueller Missbrauch und die Folgen.
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Ehre, Männer, Vergewaltigung

Platenlaase. Eine Veranstaltung mit dem Titel “Vergewaltigung” zu überschreiben, scheint mutig, zumindest aus der Sicht von Veranstaltern, die in erster Linie auf ein großes Publikum zielen. Voll war es also nicht, aber durchaus ordentlich besucht. Meist Frauen und eine Handvoll Männer kamen am Donnerstagabend zur Lesung von Mithu M. Sanyal aus ihrem Buch “Vergewaltigung” ins Café Grenzbereiche in Platenlaase.
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Die atomare Sicht der Dinge

Gorleben. Wenn Marianne Fritzen einst als das Gesicht des Gorleben-Widerstandes galt, dann gab es ein entsprechendes Pendant auf Seiten der Atomanlagen: Jürgen Auer. Immer wenn der Castor ins Zwischenlager rollte, war sein Gesicht in den Übertragungen der Fernsehstationen zu sehen. “Fast alle Sender waren in Gorleben und haben ihre Interviews geführt”, erzählt Auer. Sogar der Saarländische Rundfunk. Mit diesen Interviews ist jetzt Schluss. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass seit 2011 keine Castoren mehr nach Gorleben kommen. Vielmehr geht Jürgen Auer dieser Tage mit 64 Jahren in den Ruhestand. Er war seit 1991 für die Zwischenlager-Betreiberinnen BLG (Brennelementlagergersellschaft) beziehungsweise GNS (Gesellschaft für Nuklearservice) in Gorleben für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
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Hetze und Drohungen gegen entstehende Moschee

Lüchow. “Feuerwehr Lüchow hat bald was zu tun.” Darunter ist ein Mann zu sehen, der die Faust reckt, von Flammen umgeben. Das ist die Spitze der Hetze und der verbalen Ausfälle, die losgebrochen sind, nachdem bekannt geworden ist, dass der Lüchower Arzt Ahmed-Maher Mouhandes den Lüchower Bahnhof gekauft hat und im Inneren eine Moschee einrichtet. Die EJZ hat diesen indirekten Aufruf zu einer schweren Straftat der Polizei gemeldet. Die Reaktion von Polizeisprecher Kai Richter: “Die Polizei wird ermitteln.” Die Äußerung sei von strafrechtlicher Relevanz.
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Stunk ums Neue Dorf

Das Projekt Integrationsdorf in Hitzacker stößt bei Anwohnern teils auf wenig Gegenliebe

bp Hitzacker. “Weltoffen, herzlich, gesprächsbereit”, das sind drei der sechs Schlagworte, mit dem das Leitbild des Projekts “Hitzacker Dorf” überschrieben ist. Die Genossenschaft will auf einem knapp sechs Hektar großen Areal, das heute noch ein Feld ist, Häuser mit 100 Wohnungen für 300 Menschen aus aller Welt errichten (EJZ berichtete). Flüchtlinge und Deutsche wollen gemeinsam ein Dorf aus dem Boden stampfen, um miteinander dort zu leben. Doch einige derer, die in dem Wohngebiet um das Areal herum wohnen, haben Bedenken. Sie fühlen sich nicht ausreichend gehört.
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Pressespiegel Abtreibungsdebatte in Lüchow Dannenberg

Anfang Februar erschien in der EJZ ein Artikel in berichtet wurde, dass die Klinik in Dannenberg zukünftig keine Abtreibungen mehr durchführt. Es gab bundesweites Medienecho und mitlerweile sind der Chefarzt und der Verwaltungsdirektor entlassen. Die Klinik steht wieder zu Abtreibungen.
Hier eine wahrscheinlich unvollständige Pressesammlung. Daneben gab es zahlreiche Leser*innenbriefe die wir leider nicht zur Verfügung haben.
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Angriff auf das eXchange

In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 07.02.17 wurde das eXchange mit roter Farbe beworfen.

Der Verein eXchange e.V. setzt sich insbesondere für die Unterstützung Geflüchteter ein, bietet Sprachkurse und Hilfe bei Amts- und Behördenangelegenheiten an. Darüber hinaus ist der Verein eine Begegnungsstätte für Einwohner*innen und Geflüchtete sowie ein Ort für politische Bildung.

Zusätzlich sind In den vergangenen zwei Wochen in Salzwedel mehrere Nazisprühereien aufgetaucht.
Diese Aktionen reihen sich in die Chronik rechter Übergriffe der letzten zwei Jahre ein und stehen für die in Salzwedel herrschenden Zustände.

Wir erklären uns solidarisch mit dem eXchange und fordern keine Zukunft diesen Zuständen.

gefunden auf: http://antifasalzwedel.tumblr.com/

1090 Unterschriften für Bahnhof

bp Dannenberg. Sie verstehen nur noch Bahnhof. Nein, nicht, weil die Gegner der im Raum stehenden Schließung eines Bahnhaltepunktes nichts verstehen würden. Sondern weil sich ihr Leben mit einem Mal stark um etwas dreht, das bisher als Normalität zu ihrem Alltag gehört hatte: um den Bahnhof Leitstade. Den will die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) schließen, um die Fahrzeit von Dannenberg nach Lüneburg auf eine Stunde zu verkürzen. Die Schließung hält die Initiative Pro Leitstade für falsch. Deshalb haben Mitglieder Bernhard Beitz, dem Ersten Samtgemeinderat der Elbtalaue, gestern Unterschriftenlisten übergeben. 1090 Menschen sprechen sich für den Erhalt aus.
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VA-Reihe: Gewaltige Wochen

Kino, Lesung, Theater, Live-Musik, TNT und einiges mehr sind in diesen zwei Wochen in
Platenlaase zu erleben.
Es geht um sehr unterschiedliche Blickwinkel auf die Verhältnisse in
unserer Gesellschaft, versteckte und offene Gewalt, innerhalb der Familie, des direkten
Umfeldes, strukturelle und staatliche Gewalt.
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Politische Stimmen gegen den Krieg in Syrien

The 15th Garden feat. Mazzaj Rap – politische Stimmen gegen den Krieg in Syrien

The 15th Garden ist ein syrisches Netzwerk zur Unterstützung und Verteidigung der Ernährungssouveränität in Syrien. Es setzt sich aus verschiedenen Gruppen in Europa zusammen; die Berliner Gruppe lädt am 25. März 2017 ab 16 Uhr im Café Grenzbereiche/ Platenlaase zu einer Veranstaltung rund um das Thema „Ernährungssouveränität in Zeiten von Krieg und Belagerung – Selbstorganisation in Syrien und Solidarität auf Augenhöhe“ ein.
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Stoppt die deutsche Kriegspolitik!

Am 30. März 2017 will die Bundeswehr einen „Rückkehrerappell“ in Lüneburg durchführen. Als „Rückkehrer“ sind die Soldat*innen des in der Lüneburger Theodor-Körner-Kaserne stationierten Aufklärungslehrbataillon 3 gemeint. Angehörige dieser Truppe sind immer wieder an den weltweiten Kampfeinsätzen der Bundeswehr beteiligt, zur Zeit unter anderem in Mali.

Bei diesem militärischen Spektakel, bei dem die Soldaten als Friedensstifter*innen, Demokratielots*innen oder humanitäre Helfer*innen präsentiert werden sollen, wird der wahre Charakter der „Auslandseinsätze“ der Bundeswehr bewusst verwischt: Es geht um Kriege, die weltweit zu Tod, Flucht und Folter, Unterdrückung und Ausbeutung von Millionen von Menschen führen.
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