Veranstaltungsreihe: Gelebte Utopien im Mittleren Osten

Gelebte Utopien im Mittleren Osten
Living Utopia in the Middle East

Demokratischer Konföderalismus
Democratic Confederalism

Das Gesellschaftsmodell des Demokratischen Konföderalismus, wie es derzeit in den kurdischen Gebieten im Mittleren Osten erprobt und gelebt wird, zeigt uns wie eine bessere Welt aussehen kann. Der Demokratische Konföderalismus basiert auf der Befreiung der Frau, Basisdemokratie, Religionsfreiheit sowie ökologischer Nachhaltigkeit.
Auf Grundlage einer gemeinsamen Analyse der derzeitigen Situation möchten wir dieses Modell umfassend diskutieren und uns vor allem die Fragen stellen was wir davon lernen und was wir hier konkret wie umsetzen können. Wir gehen davon aus, dass wir von anderen, insbesondere nicht-europäischen, emanzipatorischen Bewegungen sehr viel lernen können und möchten einen Raum dafür schaffen.
Bei den Veranstaltungen wird es daher jeweils einen etwa einstündigen Vortrag geben. Anschließend wollen wir mit euch ins Gespräch kommen, offene Fragen klären und gemeinsam überlegen, was das für uns bedeuten kann.
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Rechter Übergriff in Lüchow

Es gab Do. abend, ca. 19.30 beim Rewe-Getränkemarkt,
Theodor-Körner-Str. einen rassistischen Übergriff gegen 3 junge Flüchtlinge.
Aus einer dort parkenden Gruppe von 4 döitschen männern und einer frau, wurde rassistisch beleidigt, körperlich angegriffen, mit einem Cuttermesser bedroht und ein Fahrrad beschädigt. Anwesende Bürger hatten die Pol. gerufen. Das Hauptziel ihrer Attacken war dunkelhäutig – darauf waren sie voll fixiert.

Es ist eine alkoholisierte, dumpf rechte Gruppe, wie sie am Busbahnhof etc. schon bekannt sind u. öfters auch am Getränkemarkt abhängen – also es lohnt sich immer dort offenen Auges, gerade in den (frühen) + Abendstunden zu schauen.

In der EJZ tauchte gestern Abend dieser online Artikel auf, welcher die Version der Angreifer/Polizeibericht wiedergibt,
http://www.ejz.de/ejz_205_111383153-28-_Lchow-Schlge-auf-dem-Rewe-Parkplatz.html

3. Wahlkampfinfo der Antifa LG

AfD:

Die AfD hat in den letzten Tagen ihre Plakate in Stadt und Landkreis Lüneburg aufgehängt. In der Umgebung von Wittorf (wo sie am 13.08.zuerst ihre Plakate aufgehängt hatte) beklagt sie am 17.08. einen Verlust von 50 Prozent.
Einen Infostand führte die Partei am gestrigen Samstag in Lüneburg nicht
durch. Anderweitige Termine in Lüneburg, Uelzen und dem Wendland sind uns bislang nicht bekannt. In der näheren Umgebung finden allerdings Veranstaltungen der AfD statt:
Die AfD-Bundestagsspitzenkandidatin, Alice Weidel, spricht am 26.08.2017 ab 19.00 Uhr im Gasthaus Tannenkrug in Lachendorf (Landkreis Celle). Am selben Tag soll Guido Reil in Winsen/Luhe auftreten (Infos siehe unten) und am 30.08. soll der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete, Alexander Wolf, zum Thema G20 in Buxtehude sprechen.
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Kampagne der Kurve Wustrow fordert Peter Steudtners Freilassung

Wustrow. Die Kurve Wustrow will Mitte dieser Woche eine Kampagne starten, um ihren Mitarbeiter Peter Steudtner sowie neun andere Menschenrechtler und -rechtlerinnen, die seit Anfang Juli in der Türkei inhaftiert sind, freizubekommen, informierte der Geschäftsführer der Wustrower Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion, Jochen Neumann. „Kampagne der Kurve Wustrow fordert Peter Steudtners Freilassung“ weiterlesen

Organisatoren des Christopher Street Day in Salderatzen: “Viele meist ältere Leute sehen Homosexualität als Makel”

Salderatzen. Die Symbolik wirkte wie eine fast zu plumpe Choreographie: Mit einer riesigen und vielen kleineren und ganz kleinen Regenbogenfahnen im Gegensatz zum grauen Dauerregentag zogen rund 150 Menschen am Sonnabendnachmittag zum Christopher Street Day (CSD) durch die Feldmark bei Salderatzen. „Organisatoren des Christopher Street Day in Salderatzen: “Viele meist ältere Leute sehen Homosexualität als Makel”“ weiterlesen

Familie, Freund*innen und Kolleg*innen fordern Freilassung

Heute morgen ist für sechs von den zehn seit 5.7.2017 in der Türkei festgenommenen Menschenrechtsaktivist*innen Untersuchungshaft angeordnet worden, wegen Verdachts auf Unterstützung einer bewaffneten Terrorgruppe.

Mit einer Pressemitteilung wenden sich Familie, Freund*innen und Kolleg*innen von Peter Steudtner (unter anderem wir von der KURVE Wustrow) an die Öffentlichkeit und fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung von Peter sowie Ozlem Dalkiran, Idil Eser, Veli Acu, Gunal Kursun und Ali Gharavi und die Einstellung der Verfahren gegen die gesamte Gruppe. „Familie, Freund*innen und Kolleg*innen fordern Freilassung“ weiterlesen

Afghanischen Flüchtlinge in Lüchow-Dannenberg droht Abschiebung

154-mal Leben im Nebel

bp Lüchow. In Deutschland droht ihm die Abschiebung, in Afghanistan die Hinrichtung. Nur glauben die Behörden dem Familienvater das nicht. Er lebt mit seiner Familie irgendwo in einer Lüchow-Dannenberger Wohnung. „Afghanischen Flüchtlinge in Lüchow-Dannenberg droht Abschiebung“ weiterlesen

Presseerklärung der Alarmkette gegen Abschiebungen am 04. 07. 2017

Rückführung nach Italien am 02. 07. 2017
aus der Unterkunft Schillerstrasse / SAW
– Abbruch der Abschiebung

Am Sonntagabend protestierten 80 Menschen aus Altmark und Wendland von 19.00 Uhr
bis 22.30 Uhr vor den Türen der Unterkunft in der Schillerstrasse gegen Abschiebungen.
Wir sind zusammengekommen, weil ab 20.15 Uhr eine sogenannte Rückführung nach
Italien angekündigt worden war. „Presseerklärung der Alarmkette gegen Abschiebungen am 04. 07. 2017“ weiterlesen

Nazis tanzen in der Scheune

Nazis tanzen in der Scheune

Familienbande Die rechte Szene im Wendland und in der Lüneburger Heide ist in den Händen von wenigen einflussreichen Großfamilien. Oft sind es eher Alt- als Neonazis

von Andreas Speit
und Andrea Röpke

Der Hof liegt im Wald. Ein kleiner Weg führt zu dem Anwesen von Ernst-Friedrich Kühl. Zu dem Brauchtumsfest in der Scheune reisen vor allem junge Familien an. Das Fest findet hier in der abgelegenen Lüneburger Heide ganz offen statt. „Maitanz“ steht auf einem Schild an der Straße hinter dem Elbe-Seitenkanal. Auch neue Familien sollen das völkische Event erreichen können.

Gut vier Monate ist das Tanzfest für geladene Gäste auf dem Slohhof in Edendorf mittlerweile her, aber es hat eine Debatte über rechte Siedler auf dem Land entfacht, die seither schwelt. Seit Jahren dient die Scheune völkischen Rechten als Veranstaltungsort. Die einladende Familie Hanke gehört zu den vielen rechten Familien in der Region. Das Fest schreckte Anwohner in den umliegenden Gemeinden auf, weil die Gäste aus verschiedenen rechten Spektren, teils auch aus weit entfernten Bundesländern, kamen. „Ein großes Netzwerk offenbarte sich“, sagt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, aus Angst vor Anfeindungen. Im Ländlichen, im Dörflichen kennt man sich – und trifft sich schnell.
Schick einer Zeitreise

Am jenem 30. April trafen nach und nach rund 200 Gäste zum Maitanz ein. Sie kamen aus Hessen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, der Schweiz und vor allem aus Niedersachsen. Mädchen und Jungen stiegen aus den Fahrzeugen, Kinderwagen wurden hinausgehievt.

Der Schick der Ankommenden erweckte den Eindruck einer Zeitreise. Die Männer und Jungen trugen meist Trachtjacken oder –westen, die Frauen und Mädchen immer lange Kleider und Röcke. Die Männer und Jungs hatten zünftige Kurzhaarschnitte, die Frauen und Mädchen straffe Zöpfen. Keine Frau trug eine Hose oder hatte einen Kurzhaarschnitt. In Weidenkörben trugen Männer und Frauen Essen und Blumen in die Scheune. Mehrere Musiker brachten für den Abend Akkordeons und weitere Instrumente in das Gebäude. Bis zum Morgen sollte getanzt werden.

Der Ort für den Maitanz war nicht zufällig gewählt. So hatte etwa ganz in der Nähe, in Bienenbüttel, der 2008 verstorbene Apotheker Wolfgang Fachmann seine „Mohren Apotheke“ mit Runen im Gebälk. Kaum einer störte sich daran – wie auch die Brauchtumsfeiern mit Tanz kein Aufsehen erregten, zu denen auch Fachmanns Kinder mit ihren Familien kamen.

1987 bekam Fachmann Ärger mit dem regionalen Apothekerverband, als er eine Anzeige zum Todestag des Adolf-Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß brachte. Der Apotheker war auch Referent bei den Hetendorfer Tagungswochen von Jürgen Riegers Nazizentrum „Hetendorf Nummer 13“, das 1998 verboten wurde. Der Nazi-Anwalt Jürgen Rieger, 2009 gestorben, hatte auf dem Gelände in der Lüneburger Heide Jahrzehnte lang Schulungen ausgerichtet.
Hüterin des Stammbaums

Stolz berichtete die Dirndl-Liebhaberin, ihre politische Weltsicht an ihre inzwischen erwachsenen Kinder weitergegeben zu haben. Alle vier seien mit ihren Familien im „nationalen Lager“, berichtete die Großmutter, die sich bei Schulungen besonders für die „Reinhaltung“ des Blutes einsetzt

Es sind immer die Familien, die die Traditionen im Wendland und anderswo pflegen. Die Schröders aus Masendorf etwa, das gar nicht weit von Edendorf und von Bienenbüttel entfernt liegt, haben einen Stammbaum im Wohnzimmer. Das weibliche Oberhaupt, Irmhild, wacht darüber – ganz im Geiste ihrer Mutter Edda Schmidt, einer der einflussreichsten Frauen in der NPD. In der Szene gilt Schmidt als Expertin für die „ureigenen Brauchtümer“.

In der NPD-Monatszeitung Deutsche Stimme, für die die Baden-Württembergerin Edda Schmidt regelmäßig über Feste und Bräuche schreibt, legte sie im September 2010 grundsätzlich dar: „In unseren Festen ist trotz der Überfremdung die Weltanschauung des nordischen Menschen im Kern erhalten geblieben.“

Stolz berichtete die Dirndl-Liebhaberin, ihre politische Weltsicht an ihre inzwischen erwachsenen Kinder weitergegeben zu haben. Alle vier seien mit ihren Familien im „nationalen Lager“, berichtete die Großmutter, die sich bei Schulungen besonders für die „Reinhaltung“ des Blutes einsetzt.

Ihre Tochter Irmhild gilt intern als „Dreihundertprozentige“, die auch ihre Kinder im elitär rechten Geiste erziehen soll. Bei Schröders in Masendorf soll es ein Herrenzimmer geben, das Frauen nicht betreten dürfen. Das Familienoberhaupt ist Lehrer an einer Schule im Wendland.

Mit der Familie Hanke, die zum Maitanz auf dem Slohhof einlädt, verwandt ist die Familie Meyer-Sande aus Hohnsdorf in Sachsen-Anhalt. In völkischen Kreisen wird gerne untereinander geheiratet. In Hohnsdorf grenzt Meyer-Sandes Grundstück an den Wald. Die Auffahrt des Hofes ziert gut sichtbar ein Feldstein mit Wolfsrune, dem Symbol der verbotenen „Wiking-Jugend“. Daneben steht ein Schild gegen den Bau der geplanten Autobahn 39, die am Dorf vorbei führen soll.

Im Zuge der Ermittlungen gegen die 2009 verbotene „Heimattreue Deutsche Jugend“ durchsuchten Beamte das Anwesen, fanden damals eine Waffe. Eine Tochter zählte zur NPD-Jugend, auf dem weitläufigen Anwesen gab es ein rechtes Zeltlager mit Fanfaren. Die Sippe gilt als elitär und arrogant, sie lebt alte Rollenmuster ihrer Vorfahren.

Es ist ein Milieu, in dem die Frauen Mütterkreise bilden, um die Kinder vor liberaler Erziehung im vermeintlichen 68er-Geist zu schützen. Die Männer kommen zu Herrenabenden, Holzhacken oder Sportwettstreiten zusammen, die Frauen haben dabei nichts zu suchen. Vor allem von den jungen Männern wird Stärke und Mannestum erwartet, erzählt einer, der dabei war.

Auch durch den kleinen Ort Masendorf marschierte schon der „Sturmvogel“, ein Bund, zu dem völkische und NPD-nahe Familien ihre Kinder schicken. „Der Sturmvogel ist eine radikale Abspaltung der Wiking-Jugend“, sagt Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam, das sich auch mit Antisemitismus befasst. Die Organisation bemüht sich sehr, im Geheimen Lager und Fahrten für Kinder und Jugendliche auszurichten. In einem Flugblatt heißt es, die Mitglieder seien „volkstreu eingestellte Deutsche“. Ziel des „Sturmvogel“ sei es, dem „Ungeist, der unserem Volk derzeit jeden Atemzug verpestet“ entgegenzuwirken

Auch beim diesjährigen Maitanz sind Anhänger des Bundes dabei. Beim Rundtanz wirkte der NPD-Landesvorsitzende aus Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Köster, etwas steif. Bis vor Kurzem saß er für die Partei im Landtag.
Körperliche Abhärtung

Vor Jahren tanzten in der Scheune auch Baldur und Antje B. mit ihrer kleinen Tochter Sighild. 2009 starb die vierjährige Diabetikerin qualvoll, weil ihre Eltern ihr nicht ausreichend Insulin verabreicht hatten. Antje B. besuchte die Germanische Neue Medizin-Kreise von Irmhild Schröder in Masendorf, hieß es damals vor Gericht. Der Gedanke dahinter: Schulmedizin ist abzulehnen, der Körper muss abgehärtet werden.

Sighild schaffte es nicht ohne Medikamente, heute steht ihr kleiner Findling auf der „Ahnenstätte Conneforde“ in Ostfriesland.

Taz vom 17.9.2016
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5335387&s=Nazis+tanzen+in+der+Scheune&SuchRahmen=Print/

Vorrang für Pressefreiheit

bp Lüchow. Dass an einer Lüchow-Dannenberger Schule ein Lehrer arbeitet, der zu der losen Gruppe der rechtsextremen Völkischen Siedler gehören soll, ist bekannt (EJZ berichtete). Die EJZ hatte allerdings den Namen des Mannes, seinen Wohnort im Landkreis Uelzen und die Schule, an der er unterrichtet, nicht genannt. Daran wird sich auch nichts ändern (siehe “Ihre EJZ heute”). Die linke Berliner Tageszeitung taz hat sich teilweise anders entschieden und im September unter der Überschrift “Nazis tanzen in der Scheune” den vollen Namen des Lehrers, seinen Wohnort und weitere Details genannt. Dagegen haben der Mann und seine Ehefrau geklagt – ohne Erfolg.
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Internationale Großdemo: “Grenzenlose Solidarität statt G20!”

Wir laden alle Menschen ein, die unsere Empörung und unsere Hoffnung teilen, mit uns gemeinsam am 8. Juli 2017 in Hamburg zu einer lauten, bunten und vielfältigen Demonstration auf die Straße zu gehen.
Samstag 08. Juli 2017 – 11.00h Deichtorplatz/Hamburg
Internationale Großdemo: “Grenzenlose Solidarität statt G20 !”
Gemeinsame Busanreise mit der BI aus dem Wendland:
Abfahrt: 7.00h Lüchow – Gildehaus Parkplatz
7.30h Dannenberg – ZOB/Schule
Rückfahrt: ca. 18.00h ab Hamburg
Kosten: 10€-20€ für Hin- und Rückfahrt – nach eigenem Ermessen
Bitte meldet euch zügig an => 05841-4684 / buero@bi-luechow-dannenberg.de
Detaillierte Infos unter: www.g20-demo.de
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18926