08.02.2019: Infoveranstaltung zu Reichsbürgern

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr
mit Andreas Speit, Journalist und Rechtsextremismus-Experte

In Deutschland werden mehr als 18.000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Die Bundesrepublik ist für sie kein souveränes Staatsgebilde, sondern das Deutsche Reich aus der Zeit vor 1945 bestünde fort. Fremde Mächte im Hintergrund würden die Fäden ziehen. Manche von ihnen gründen eigene Reiche, wie etwa der König von Deutschland in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Manche von ihnen verstehen sich als souveräne Menschen. Sie aller erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern. Lange Zeit hielt der deutsche Staat sie für Spinner und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde. Ihre Ideen sind weiterverbreitet als nur am Rande der Gesellschaft, reichen auch in alternative Milieus hinein.

Freitag, 08. Februar 2019 um 19:30 Uhr
Kulturverein Platenlaase
Ab 18:30 Uhr wird es wieder leckeres
veganes Essen gegen Spende geben.

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Ökofilm zeigt im März: „Fahrenheit 11/9“

Kaum eine Wahl hat die Öffentlichkeit so stark beschäftigt wie die von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Ökofilmreihe zeigt am 5. März den neuen Film von Michael Moore: „Fahrenheit 11/9“. Als einer der wenigen, die das Ergebnis vorhergesagt haben, offenbart Oscar-Preisträger Michael Moore die Umstände und Mechanismen, die zum Wahlerfolg des…

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Neujahrsempfang am 1. Januar

Traditionell wurde am 1. Januar das neue Widerstandsjahr mit einem „Protest-Empfang“ an den Atomanlagen in Gorleben eingeläutet. Eine wachsende Zahl von Menschen, folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) – in diesem Jahr waren es über hundert. – zur Presseerklärung

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Alle Jahre wieder – Vom Terrorismusvorwurf zur Verfahrenseinstellung

Wendland-Aktivisten nicht mehr terrorverdächtig
Ermittlungen wegen Solidaritätsbekundung für  kurdische Milizen eingestellt
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Meuchefitz wg des Soli-Transparentes für kurdische Aktivist*innen in Nordsyrien eingestellt. Wieder einmal wurde aus einem Terrorvorwurf nebst martialischen Auftretens eine Luftnummer, die wir als Kriminalisierung notwendigen Protestes werten.
siehe nd online:

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Rede zur Demo am Tag der Menschenrechte, 10.12.2018

Liebe Mitdemonstrierende, die sich bewusst aufgrund der Einladung hier versammelt haben, aber auch: liebe Wendländer*innen und Passant*innen, die uns auf dem Weg vom oder zum Einkaufen jetzt gerade zufällig hören und sehen,

eigentlich ein ungünstiger Tag für eine Demo: ein Montagnachmittag im Dezember!

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Sechs Wochen Angriffe auf Ehrenmäler

In der Nacht auf den 17. November haben wir erneut und vorerst zum letzten mal mehrere sogenannte “Ehrenmäler” im Landkreis Lüchow-Dannenberg mit Farbe attackiert. Vor sechs Wochen fingen wir an, im Landkreis koordiniert Ehrenmäler anzugreifen. Mit einem Aufruf auf de.indymedia.org begründeten wir unsere Aktionen und riefen zu ähnlichen Taten bis zum 18. November, dem sogenannten “Volkstrauertag”, auf. Seitdem hat es allein unserem gesicherten Kenntnisstand nach mehr als ein Dutzend der Steinklötze, Grabimitationen, Schrifttafeln und Plastiken getroffen.

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25. November “Nein zu Gewalt an Frauen” Veranstaltungs- & Aktions-Kalenda

Der Internationale Tag “Nein zu Gewalt an Frauen” am 25.November geht zurück auf die Schwestern Mirabal, die Widerstand gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik leisteten und vom Geheimdienst am 25. November 1960 erschlagen wurden. Der weltweite Aktionstag erinnert an das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen.

Im Wendland gibt es einige Veranstaltungen und Aktionen:

25. NOVEMBER – TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN
Frauen*bündnis: Veranstaltungs- & Aktions-Kalenda

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Aufruf: Man redet nicht mit Holocaustleugnern! Für die soziale Isolierung von Wilhelm von Gottberg (AfD), Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen

Für die “Alternative für Deutschland” sitzt sowohl im Bundestag, als auch im Kreistag von Lüchow-Dannenberg (“Wendland”), ein Holocaustleugner. Wilhelm von Gottberg hat am 6. Januar 2001 im Ostpreußenblatt den Holocaust mit einem in der Holocaust-Leugner-Szene beliebten Mittel geleugnet, mit dem er sich einer Strafverfolgung entziehen konnte. Er zitierte den italienischen Faschisten Mario Consoli mit den Worten: „Jeder noch so fadenscheinige Vorwand (…) ist gut genug, um den Holocaust in Erinnerung zu rufen. Die Propaganda-Dampfwalze wird mit den Jahren nicht etwa schwächer, sondern stärker, und in immer mehr Staaten wird die jüdische ,Wahrheit‘ über den Holocaust unter gesetzlichen Schutz gestellt. Der Holocaust muß ein Mythos bleiben, ein Dogma, das jeder freien Geschichtsforschung entzogen bleibt.” Hierzu fügte von Gottberg im Text an: “Wir haben dem nichts hinzuzufügen”, machte sich die Äußerung also aktiv zueigen. Weiterhin heißt es im angeführten Zitat: “Als wirksames Instrument zur Kriminalisierung der Deutschen (…) wird immer noch der Völkermord am europäischen Judentum herangezogen.” Seitdem hat von Gottberg nichts von dem Gesagten zurückgenommen und es mit vielen weiteren Taten und Andeutungen noch untermauert. So veröffentlichte die Zeit¹ im März 2017 die Worte von Gottbergs und ließ ihn dazu Stellung nehmen. Er habe sich für die Zitierung öffentlich entschuldigt, entgegnete er dort, wollte aber nicht angeben, wann und wo. Außerdem sprach von Gottberg im Nachhinein davon, das Zitat sei “etwas leichtfertig” gewesen, ohne irgendetwas zum Sachverhalt selbst zu sagen. Wir fordern nun endlich Konsequenzen. Wir verlangen das Ende jeglicher Kommunikation und Zusammenarbeit mit Wilhelm von Gottberg. Wir wollen dies im Folgenden begründen.

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Langer Atem

Wie jeden Montag traf man sich auf dem Marktplatz in Dannenberg, so auch gestern: Rund zwei Dutzend Menschen fanden sich zur 400. Fukushima-Mahnwache ein. Einen Kuchen mit der Zahl 400 spendierte die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) und anerkennende Worte fand angesichts des langen Atems der Atomkraftgegner*innen auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). In dem Grußwort würdigt…

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Widerstand gegen Abschiebung am 29.10.2018

Er ist wieder da – einer der fünf jungen Leute aus Liberia, die in Lüchow wohnen. Auch er hat sich geweigert, aus dem Flughafenbus auszusteigen und in den bereitstehenden Flieger einzusteigen. Ihm wurde gedroht, beim nexten mal in Hand- und Fussfesseln ins Flugzeug mit Polizeibegleitung nach Italien gebracht zu werden. Nein, er lässt sich nicht lebend nach Italien bringen, da hat er keine Überlebenschance, erklärte er. Im Gespräch mit einem der Polizisten über die Situation in Italien: ja, die Polizei kennt die Lage und will ihn diesmal nicht zwingen. Er wurde mit seinem Gepäck und einem Verweigerungs-Ausweisersatz-Papier entlassen. Pfiffigerweise hatte die Lüchower Behörde diesen Zettel schon am 18.10. für die Kolleg*en vorbereitet.

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Polizei verhindert würdiges Gedenken an Sebastien Briat – ein Erlebnisbericht

zum Hintergrund: vor 14 Jahren starb der französische anti-atom Aktivist Sebastien, beim Versuch einen Castortransport nach Gorleben mit einem Lockon zu blockieren. Der tragische Unfall war ein tiefer Einschnitt, auch in die Geschichte des hiesigen Widerstandes gegen das atomare Endlager. Seither treffen sich jährlich am 7. November ein überschaubarer Kreis Menschen aus der anti-atom Bewegung, um gemeinsam dem Tod Sebastiens zu gedenken. Dies geschieht meist in Form einer Mahnwache entlang der Castorstrecke. Auch in diesem Jahr wurde dazu eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedenken am Bahnhof Dannenberg(Ost)
zusammen zu kommen.

Wut und Trauer zu Widerstand


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Antifa-Stadtspaziergang durch Lüchow

Am Sonntag, dem 28.10., zog ein antifaschistischer Stadtspaziergang durch Lüchow im Wendland und über den Lüchower Flohmarkt. Dort kam es in der Vergangenheit zum Verkauf von Nazi-Krams an mehreren Ständen, worauf durch ein Flugblatt hingewiesen wurde. Wie zuletzt tummelten sich auch heute wieder mehrere Nazis und andere Rechte mit szenetypischer Kleidung und rechten Klamottenmarken vor und hinter den Verkaufsständen. Mit dem Stadtspaziergang sollte auf die immer offensiver auftretenden Neonazis in der Region hingewiesen werden.

 

Eine Veranstalterin behauptete im Gespräch, die im Text beschriebenen Sachverhalte seien allesamt unwahr, weshalb hier ein Foto als Beleg angehängt ist. Uns scheint eher, dass man lieber nicht so genau hinsehen und mit de Rechten lieber Kasse machen will. Auch heute trugen Standbetreiber etwa einen Pulli der Marke “Thor Steinar” mit fettem Aufdruck, ein anderer trug ein großes Eisernes Kreuz um den Hals. Eine Standbetreiberin schimpfte in Richtung der Antifas, ob sie denn auch etwas gegen “Ausländer, die klauen” tun würden, jemand anderes verteidigte den hier gängigen Verkauf von Nazi-Devotionalien als “deutsche Kultur”. Deutlicher lässt sich ein rechter Konsens kaum machen. Beim folgenden Spaziergang durch einen in der Innenstadt ebenfalls stattfindenden Markt wurden wieder mehrfach Neonazis und rechte Jugendliche angetroffen. Der Text des verteilten Flyers:

Gegen Nazipest & Rechtsruck – auch in Lüchow!

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9.November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

9.November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

Stadtrundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Dannenberg am 9.11. um 14 Uhr. Treffpunkt Dannenberger Marktplatz, Brunnen.

Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. Juden und Jüdinnen wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

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