Hausdurchsuchungen in Bure/Frankreich

vom 20.September
Die Polizei ist heute früh in zahlreiche Wohnungen von Gegner*innen des Atomklo-Projektes Namens Cigéo in Frankreich – das Widerstandshaus in Bure und den ehemaligen “Bahnhof” in Luméville inklusive – mit Gewalt eingedrungen und hat alles durchsucht und durchwühlt.
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Widerstandspartie in Gorleben: Atommüll und Klimawandel

Das Konzept ist aufgegangen: Tausende kamen am Freitag vor Pfingsten nach Gorleben zur Widerstandspartie der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Auf den beiden Bühnen informierten Martin Donat & Kerstin Wittstamm sowie Wilma Rabe & Wolfgang Ehmke unablässig zwischen den Band-Auftritten über die unselige Rolle Gorlebens bei der weiteren Endlagersuche.
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Im Konvoi Richtung Gorleben

40 Jahre Protest gegen Atommüll-Endlager

tl Lüchow/Gorleben. 35 Trecker und ein paar Autos sind am Sonnabendmittag von Lüchow und Dannenberg aus in Richtung Gorleben gefahren. Dort fand ein Aktionstag anlässlich des 40-jährigen Jahrestages der Standortbenennung Gorlebens als “Nukleares Entsorgungszentrum”, so die damalige Bezeichnung, statt. Es war die Geburtsstunde des Gorleben-Protests.

Der setzte sich am Sonnabend fort. Die teils mit Protestbannern bestückten Trecker sammelten sich beispielsweise an der B 248 zwischen dem Ortsausgang Lüchow und dem Plater Kreisel. Kurzzeitig sperrte die Polizei den Bereich deshalb vollständig. Dann fuhr der Treck hupend durch die Lüchower Innenstadt. In der Tarmitzer Straße schwangen Anwohner von ihrem Balkon aus die Fahne mit der Wendlandsonne.

gefunden ejz vom 19.2.2017

Atomkraftgegner begehen den 40. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens

Gorleben. Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren zeigte ein niedersächsischer Ministerpräsident auf einen kleinen Punkt auf der großen Landkarte. Der Punkt hieß Gorleben. An diesem Ort schien Regierungschef Albrecht ein Problem los zu werden, das er lieber gar nicht erst bekommen hätte. Er musste – aus welchen Gründen auch immer – der Bundesregierung Orte angeben, an denen der hochradioaktive Abfall der Energieproduktion landen sollte. Die Bürgerinitiative Umweltschutz und die Bäuerliche Notgemeinschaft begehen dieses Datum in dieser Woche mit einer Reihe von Veranstaltungen. Den Auftakt machte am Sonnabend eine Treckerdemonstration mit mehr als 120 Traktoren vor dem Gorlebener Endlagerprojekt.
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Die atomare Sicht der Dinge

Gorleben. Wenn Marianne Fritzen einst als das Gesicht des Gorleben-Widerstandes galt, dann gab es ein entsprechendes Pendant auf Seiten der Atomanlagen: Jürgen Auer. Immer wenn der Castor ins Zwischenlager rollte, war sein Gesicht in den Übertragungen der Fernsehstationen zu sehen. “Fast alle Sender waren in Gorleben und haben ihre Interviews geführt”, erzählt Auer. Sogar der Saarländische Rundfunk. Mit diesen Interviews ist jetzt Schluss. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass seit 2011 keine Castoren mehr nach Gorleben kommen. Vielmehr geht Jürgen Auer dieser Tage mit 64 Jahren in den Ruhestand. Er war seit 1991 für die Zwischenlager-Betreiberinnen BLG (Brennelementlagergersellschaft) beziehungsweise GNS (Gesellschaft für Nuklearservice) in Gorleben für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
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40 Jahre Standortbenennung Gorleben – 40 Jahre Widerstand

40 Jahre, so lange ist es jetzt schon her, dass der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht Gorleben per Fingerzeig zum “Nuklearen Entsorgungszentrum” erklären wollte.

40 politisch bewegte Jahre liegen hinter uns, viele bewegte Jahre werden noch vor uns liegen. Zwar ist jenem 22. Februar 1977 vieles verhindert worden: eine Wiederaufarbeitungsanlage, eine Brennelementefabrik, und so bleibt derzeit eine Pilotkonditionierungsanlage, die den “heißen” Betrieb nicht aufgenommen hat, ein Endlagerbergwerk ohne Atommüll, ein Fasslager mit Rostfässern und in der Castorhalle mit 420 Stellplätzen stehen “nur” 113 Castoren.
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Zur Situation in Bure – eine Einschätzung

(gekürzte Version) Im letzten halben Jahr sind mehrere Texte veröffentlicht worden, die sich mit dem wachsenden Widerstand gegen das französische Endlagerprojekt für hochradioaktive Abfälle (CIGEO) vom Konzern ANDRA1 in Bure befassen. Wir sind ein paar Leute aus der autonomen anti-Atom Bewegung in der BRD, die diesen Prozess seit einiger Zeit solidarisch begleiten. Nach unserem letzten Besuch im Dezember 2016 haben wir uns zusammengesetzt, um die vorhandenen Berichte und Aufrufe um ein paar persönliche Eindrücke und Einschätzungen zu ergänzen.

Vollversion: https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2017/01/1833964280.pdf
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Kernkraftwerks Krümmel: Stillgelegt und dann…?

Lüneburg/Krümmel. Was kommt auf die Anwohner zu, wenn das Kernkraftwerk Krümmel zurückgebaut wird? Warum dauert das 15 Jahre? Um die Bürger über einen solchen AKW-Rückbau zu informieren, möchte der Landkreis Lüneburg jetzt Mittel beim niedersächsischen Umweltministerium beantragen. Mit dem Geld sollen unter anderem Broschüren gedruckt und eine Infoveranstaltung durchgeführt werden, heißt es in der Beschlussvorlage des Feuerschutzausschusses des Kreises. Der tagt am Mittwoch, 11. Januar, um 15 Uhr im Sitzungssaal der Kreisverwaltung. Der Betrag, den der Kreis beantragen wolle, „sei noch in der Findungsphase“, sagt Sprecherin Katrin Holzmann.
Antrag aus 2016 wurde zurückgezogen
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Fetziger Widerstand

Bürgerinitiative Umweltschutz: Neujahrsempfang in Gorleben

asb Gorleben. Mit deftigen Forderungen bei Süßgebäck haben rund 80 Gorlebengegner am Neujahrstag das “Widerstandsjahr” 2017 eingeläutet. Nach dem traditionellen Spaziergang rund ums Erkundungsbergwerk hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) zum Neujahrsempfang geladen. Martin Donat, Vorsitzender der BI, kündigte für das gerade begonnene Jahr zahlreiche Aktionen an. Einerseits sei im Februar dem 40. Jahrestag der Standortbenennung zu gedenken, aber auch die Gründung der BI zu feiern. Mit einer Sternfahrt zu den Atomanlagen soll die Aktionswoche beginnen und mit einem großen Fest enden. „Fetziger Widerstand“ weiterlesen

Mit dieser Wasserlieferung will der Kreistag Lüchow-Dannenberg nichts zu tun haben

as Bergen. Einstimmigkeit ist bei Gorleben-Themen im Kreistag schon eine echte Überraschung – wie zuletzt auch im Gartower Samtgemeinderat. Doch wenn es darum geht, dass das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gesammeltes Wasser aus der Atommülldeponie Asse II bei Salzgitter per Lkw nach Gorleben transportieren lassen und von dort aus in die Elbe einleiten will, dann sind selbst CDU und AfD dagegen – frei nach dem Slogan der Anti-AKW-Bewegung: Atom-Wasser? Nein, danke!
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Magendrücken bei Salzwasser

Kreisatomausschuss empfiehlt: Kein Asse-Wasser bei Gorleben in die Elbe

fk Lüchow. Von den Atomanlagen bei Gorleben führt eine Rohrleitung an die Elbe. Seit Jahrzehnten wird dort salziges Wasser in den Fluss gepumpt. Es stammt von der Salzhalde östlich des Erkundungsbergwerks. Immer wenn es regnet, läuft dort Wasser über die Abhänge des Salzhügels, wird in Becken gesammelt und über die Leitung in die Elbe abgeleitet. Jetzt möchte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Leitung für eine weitere Menge salzigen Wassers nutzen. Während der alte Vorgang weitgehend ohne öffentliche Aufmerksamkeit ablief, sorgt die neue Planung für Aufregung. Der Atomausschuss des Kreistages hat sich jedenfalls schon einmal dagegen ausgesprochen und möchte, dass dies auch der Kreistag tut.
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Neue Rolle für Atomkraft-Kritiker

Energiekonzerne verlieren an Bedeutung als Feindbilder der Gorleben-Gegner

fk Lüchow. Man werde als Gegner der Atomanlagen in Gorleben vielleicht den Zeiten noch hinterhertrauern, in denen man auf der anderen Seite die private Wirtschaft als Betreiber zum Gegner hatte. Mathias Edler von Greenpeace gab dies am Donnerstagabend den Teilnehmern einer Informationsveranstaltung von Bürgerinitiative, Rechtshilfe und Bäuerlicher Notgemeinschaft zu bedenken. Jahrzehntelang waren den Atomkraftgegnern die Energieversorger und der Staat als Block und damit als gemeinsamer Gegenspieler erschienen. Jetzt sollen, wie berichtet, die Anlagen zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle von der Wirtschaft an staatliche Institutionen übergehen, gegen Zahlung von 23 Milliarden Euro. Was das für die “Gorleben”-Gegner bedeutet, darüber diskutierten sie in Lüchow in inzwischen ungewohnt großer Besetzung.

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Was ändert sich für Mitarbeiter und bei den Gorleben-Geldern?

Energiekonzerne verlieren an Bedeutung als Feindbilder der Gorleben-Gegner

bp Gorleben. Niemand kennt die Zukunft. Auch niemand, der in der Glaskugel ein verschwommenes Bild des Morgens zu erkennen glaubt. Auch die Verantwortlichen der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die das Atommüll-Zwischenlager in Gorleben betreibt, haben vermutlich keine Tarotkarten in der Schreibtischschublade liegen. Trotzdem wagten sie am Montagabend bei einer Infoveranstaltung mit Mitgliedern des Gartower Samtgemeinde- und des Gorlebener Gemeinderates im Gorlebener Infohaus einen mutigen Blick nach weit vorne.
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Röstchen oder Massivrost?

GNS und Atomkraftgegner bewerten Schaden an Fässern im Zwischenlager Gorleben sehr unterschiedlich

bp Gorleben. Fast alles im Leben ist eine Frage der Interpretation und des Geschmacks. Für den einen ist Saumagen eine Delikatesse, für den anderen eine Zumutung. In Gorleben sollte es eigentlich um Fakten gehen und nicht um Interpretationen und Geschmack. Dass dem nicht so ist, zeigte sich am Montagabend im Gorlebener Infohaus der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die in dem Ort das Atommüll-Zwischenlager betreibt. Die GNS hatte die Mitglieder des Gartower Samtgemeinderates und des Gorlebener Gemeinderates eingeladen – längst nicht alle Ratsleute kamen -, um unter anderem über die Rostfässer zu sprechen, von denen dieser Tage erneut einige im Gorlebener Abfalllager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll aufgetaucht sind.
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