Widerstand gegen Abschiebung am 29.10.2018

Er ist wieder da – einer der fünf jungen Leute aus Liberia, die in Lüchow wohnen. Auch er hat sich geweigert, aus dem Flughafenbus auszusteigen und in den bereitstehenden Flieger einzusteigen. Ihm wurde gedroht, beim nexten mal in Hand- und Fussfesseln ins Flugzeug mit Polizeibegleitung nach Italien gebracht zu werden. Nein, er lässt sich nicht lebend nach Italien bringen, da hat er keine Überlebenschance, erklärte er. Im Gespräch mit einem der Polizisten über die Situation in Italien: ja, die Polizei kennt die Lage und will ihn diesmal nicht zwingen. Er wurde mit seinem Gepäck und einem Verweigerungs-Ausweisersatz-Papier entlassen. Pfiffigerweise hatte die Lüchower Behörde diesen Zettel schon am 18.10. für die Kolleg*en vorbereitet.

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Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!

Das Gedenken schützen – NS-Verherrlichung stoppen!

Ein Auftreten der AfD verhindern!

In den letzten zwei Jahren konnte die AfD an den „offiziellen“ Veranstaltungen der Hansestadt Lüneburg anlässlich des „Volkstrauertages“ am „Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ ungestört teilnehmen. Am diesjährigen „Volkstrauertag“ soll gegen ein Auftreten der AfD am Lüneburger Mahnmal für die Opfer des Faschismus Stellung bezogen und gegen den Missbrauch des Gedenkens, die Verhöhnung der Opfer des Faschismus und einen gesellschaftlichen Rechtsruck Haltung gezeigt werden. Dafür rufen wir zur Teilnahme an der „offiziellen Gedenkveranstaltung“ der Hansestadt Lüneburg auf, um dort mahnend deutlich zu machen, dass aus dem Gedenken an die Opfer des Faschismus die Verpflichtung zum antifaschistischen Widerstand erwächst. Eine antifaschistische Kundgebung wurde von der Hansestadt Lüneburg untersagt. Infos, Hintergründe und aktuelle Entwicklungen finden sich unter dem Aufruf

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Keine Räume für Rechte

Lüneburger Antifagruppen zum Herbstseminar der rechten „Stiftung Bildung und Erinnerung“ im Tagungshotel Seminaris

Vom 16. bis 18. November plant die Stiftung des ehemaligen Vertriebenfunktionärs und heutigen AfD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm von Gottberg ihr Herbstseminar im Lüneburger Seminaris-Hotel. Unter dem Motto Die deutsche „Revolution“ vor 100 Jahren (1918) – Von der Monarchie zur Republik soll Geschichte umgedeutet werden und somit der Geschichtsrevisionismus auch der AfD theoretisch unterfüttert werden. Die „Stiftung Bildung und Erinnerung“ dient dem rechten Rand der Vertriebenenverbände als Forum für geschichtsrevisionisistche und revanchistische Postionen. Wilhelm von Gottberg will seine Stiftung nun offensichtlich auch an die rechte AfD annähern.

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Polizei verhindert würdiges Gedenken an Sebastien Briat – ein Erlebnisbericht

zum Hintergrund: vor 14 Jahren starb der französische anti-atom Aktivist Sebastien, beim Versuch einen Castortransport nach Gorleben mit einem Lockon zu blockieren. Der tragische Unfall war ein tiefer Einschnitt, auch in die Geschichte des hiesigen Widerstandes gegen das atomare Endlager. Seither treffen sich jährlich am 7. November ein überschaubarer Kreis Menschen aus der anti-atom Bewegung, um gemeinsam dem Tod Sebastiens zu gedenken. Dies geschieht meist in Form einer Mahnwache entlang der Castorstrecke. Auch in diesem Jahr wurde dazu eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedenken am Bahnhof Dannenberg(Ost)
zusammen zu kommen.

Wut und Trauer zu Widerstand


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Antifa-Stadtspaziergang durch Lüchow

Am Sonntag, dem 28.10., zog ein antifaschistischer Stadtspaziergang durch Lüchow im Wendland und über den Lüchower Flohmarkt. Dort kam es in der Vergangenheit zum Verkauf von Nazi-Krams an mehreren Ständen, worauf durch ein Flugblatt hingewiesen wurde. Wie zuletzt tummelten sich auch heute wieder mehrere Nazis und andere Rechte mit szenetypischer Kleidung und rechten Klamottenmarken vor und hinter den Verkaufsständen. Mit dem Stadtspaziergang sollte auf die immer offensiver auftretenden Neonazis in der Region hingewiesen werden.

 

Eine Veranstalterin behauptete im Gespräch, die im Text beschriebenen Sachverhalte seien allesamt unwahr, weshalb hier ein Foto als Beleg angehängt ist. Uns scheint eher, dass man lieber nicht so genau hinsehen und mit de Rechten lieber Kasse machen will. Auch heute trugen Standbetreiber etwa einen Pulli der Marke “Thor Steinar” mit fettem Aufdruck, ein anderer trug ein großes Eisernes Kreuz um den Hals. Eine Standbetreiberin schimpfte in Richtung der Antifas, ob sie denn auch etwas gegen “Ausländer, die klauen” tun würden, jemand anderes verteidigte den hier gängigen Verkauf von Nazi-Devotionalien als “deutsche Kultur”. Deutlicher lässt sich ein rechter Konsens kaum machen. Beim folgenden Spaziergang durch einen in der Innenstadt ebenfalls stattfindenden Markt wurden wieder mehrfach Neonazis und rechte Jugendliche angetroffen. Der Text des verteilten Flyers:

Gegen Nazipest & Rechtsruck – auch in Lüchow!

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27.10.2018: Rechtsextremer „Sternmarsch“ in Tangermünde

Die Nazis der Bürgerbewegung Altmark planen diesen Samstag einen Sternmarsch und mehrere Versammlungen in Tangermünde. Unter dem Titel „Unser Land und unsere Regeln“ sowie unter dem Label „Vereint für ein freies und souveränes Deutschland“ sind mehrere aufeinanderfolgende Kundgebungen bzw. der „Sternmarsch“ angemeldet. Die Rechten um das Führungsduo Martin K. und Jessica R. kündigen für den Tag die Teilnahme mehrerer „Bürgerbewegungen“ an, die vom Neustädter Tor, vom Eulenturm und vom Bahnhof zum Markplatz marschieren wollen. Beginn der dezentralen Aufmärsche soll 14:30 Uhr sein, die eigentliche Kundgebung am Markplatz soll dann um 16 Uhr beginnen und sich bis in die Abenstunden hinziehen, wo dann auch mit Fackeln demonstriert werden soll. Das eng mit der Bürgerbewegung Altmark vernetzte Bürgerbündnis Havelland mobilisiert ebenfalls für den Tag nach Tangermünde und kündigte an, dort seinen dreijährigen Geburtstag zu feiern. Ferner ist ein „Liedermacher mit Gitarre aus der Umgebung“ angekündigt, dabei wird es sich mutmaßlich um Eckhardt G. Aus Schönhausen / Elbe handeln.

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Augen Auf SAW

Wir müssen reden. Über Nazis und andere Rechte in und um Salzwedel! Rechte Schmierereien, Autos aus denen Rechtsrock dröhnt, rassistische Gewalt, Bedrohungen und Überfälle auf linksalternative Jugendliche. Nazis, die eine Drohkulisse aufbauen, Hetze auf Facebook, rechte Szenekleidung in Schulen und breite Zustimmung für die rassistische AfD. Zahlreiche Berichte von Betroffenen und Zeitungsartikel haben uns zusammengebracht mit dem Ziel, diesen rechten Aktivitäten entgegenzutreten.

http://www.augenaufsaw.net/

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9.November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

9.November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

Stadtrundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Dannenberg am 9.11. um 14 Uhr. Treffpunkt Dannenberger Marktplatz, Brunnen.

Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. Juden und Jüdinnen wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

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Ew nikarin roja me taribikin – Sie werden unseren Tag nicht verdunkeln können!

Zum zwanzigsten Todestag von Andrea Wolf – Ronahi

Am 23. Oktober 1998 wurde Andrea Wolf gemeinsam mit mindestens 24 weiteren Kämpfer*innen
 der kurdischen Guerilla in den Bergen Kurdistans bei einem Massaker ermordet.
 Sie wurde mit mindestens zwei weiteren Kämpferinnen lebend gefangen genommen, verhört und zu Tode gefoltert, anschließend wurden ihre Leichen weiter misshandelt und verstümmelt.
 Zu Andrea und den über 40 Menschen, die vom 22. bis 24. Oktober 1998 in den Bergen von Catak ermordet wurden, kommen tausende und tausende weitere gefolterte, verschwundene und ermordete Menschen dazu, die in den letzten Jahren in der Türkei und in Kurdistan von der türkischen Armee getötet wurden.

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Anti-Atom-Treck am 20.10.2018

ASSE LEERRÄUMEN!
KONRAD AUFGEBEN!

Am Samstag, 20. Oktober 2018 wollen wir mit einem bunten und lautstarken Treck vom alten Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt bis zur neu gegründeten BGE (in den ehemaligen Liegenschaften der DBE (Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern) nach Peine ziehen. Es gibt viele Gründe, der BGE auf den Pelz zu rücken! Seid dabei – es geht ums Ganze!

Infos unter www.anti-atom-treck.de

Kampagne zum Bürger*innen-Asyl Wendland/Altmark

Die Kampagne zum Bürger*innen-Asyl ist gestartet. Ein Artikel findet sich auf: https://wendland-net.de/post/kampagne-solidaritaet-gegen-abschiebepolitik-34957 und den Aufruf, bzw. die Unterstützer*innenliste bei
http://zufluchtwendland.de/buergerinnen-asyl

Am 10.10. um 19 Uhr findet dazu eine Infoveranstaltung in Platenlaase statt.

Solidarität mit den Widerstand leistenden Besetzer_innen des Hambacher Forstes

Kein Polizeieinsatz kann verhindern, dass sich die kapitalistische Produktionslogik ihr eigenes Grab schaufelt!

Seit Mittwoch, dem 13.09.2018, wird die seit sechs Jahren andauernde Besetzung des Hambacher Forstes bei Aachen durch Hundertschaften der Polizei geräumt. Statt diesen Einsatz wenigstens politisch zu begründen, erdreistet sich die CDU-geführte Landesregierung von Nordrhein-Westfalen dazu, den Brandschutz als Begründung für die Großmaßnahme gegen die Besetzer_innen vorzuschieben. Diese Räumung des Waldes aus plötzlich aufgetauchten, angeblichen Brandschutzgründen erfolgt im Nachgang eines Rekordsommers der Hitze und Trockenheit, der uns einen Vorgeschmack auf die zukünftigen, menschengemachten klimatischen Zustände gegeben hat und wegen dem es in ganz Deutschland zu großen Waldbränden und Evakuierungen von Siedlungen wie bei Potsdam gekommen ist. Diese Absurdität darf jedoch nicht verwundern: die rasant fortschreitende ökologische Krise ist einer der großen Elefanten im Raum, die unsere Zeit zu bieten hat. „Solidarität mit den Widerstand leistenden Besetzer_innen des Hambacher Forstes“ weiterlesen

Solidarität mit den Verletzten und dem Hanseat

Heute, den 09.09.2018, sind wir aus dem oben genannten Anlass durch Salzwedel gelaufen. Wir waren über 80 Menschen und sind sehr zufrieden über den Verlauf der Demo, die unterschiedlichste Reaktionen hervorrief. Von Zustimmung, bis hin zu Unverständnis, gab es wieder einmal alles.
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