[Burg] Solidaritätserklärung & Spendenaufruf nach Neonazi-Gewalt!

Am Abend des 20. März 2016 warfen vermutlich Neonazis einen sogenannten Polenböller auf den Hof eines Wohnhauses in der Oberstraße in Burg und verletzten dadurch einen 23-Jährigen Antifaschisten schwer an der Hand. Durch die Explosion wurde u.a. der linke Zeigefinger des Betroffenen derart zerfetzt, dass ein Teil dessen später im Krankenhaus amputiert werden musste. Bereits in den Wochen zuvor kam es im Bereich der Oberstraße immer wieder zu Einschüchterungsversuchen und Übergriffen durch Neonazis weshalb wir davon ausgehen, dass diese auch für den jüngsten Vorfall verantwortlich sind. In der Oberstraße leben einige Menschen, die sich aktiv gegen menschenverachtendes Gedankengut zur Wehr setzen. „[Burg] Solidaritätserklärung & Spendenaufruf nach Neonazi-Gewalt!“ weiterlesen

Anschlag auf jüdischen Friedhof in Bleckede

Zwischen dem 17. und 19. März 2016 wurde der jüdischen Friedhof in Bleckede zu großen Teilen zerstört. Mehrere Grabsteine wurden aus dem Boden gerissen und umgeworfen, Grabplatten zerschlagen und einige herausgeschlagene Bruchstücke entwendet. Dies ist nicht der erste antisemitische Anschlag auf den Friedhof. In den 1980er Jahren wurde der Friedhof gleich dreimal geschändet. Im April 2014 wurde rechte Symbole, u.a. die Odalrune, in einige Grabsteine geritzt. „Anschlag auf jüdischen Friedhof in Bleckede“ weiterlesen

An Haftstrafe „vorbeigeschrammt“

Ein 50-Jähriger ist jetzt vom Amtsgericht Stendal wegen des Zeigens verfassungswidriger Kennzeichen verurteilt worden.

Stendal l Weil er im Vorjahr über Monate hinweg auf seinem Facebook-Account ein Hitler-Video sowie ein Foto von einem Mann mit Hakenkreuz auf der Brust und ein Hitler-Konterfei auf einem manipulierten Fünf-Euro-Schein öffentlich für jeden Facebook-Nutzer sichtbar ins Netz eingestellt hatte, ist ein vielfach vorbestrafter 50-Jähriger aus einem Dorf bei Stendal wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in drei Fällen jüngst vom Amtsgericht Stendal zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 13 Euro (1170 Euro) verurteilt worden. Er sei „knapp an einer Freiheitsstrafe vorbeigeschrammt“, hieß es im Urteil für den 2007 schon einmal wegen Zeigen des sogenannten Hitlergrußes einschlägig Vorbestraften. „An Haftstrafe „vorbeigeschrammt““ weiterlesen

Demo gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft

Salzwedel zeigt sich weltoffen
Ein Zeichen gegen rechte Gewalt setzten am Sonnabend rund 450 Teilnehmer einer Demonstration in der Salzwedeler Innenstadt.

Salzwedel l Lautstark aber friedlich und weltoffen zeigten rund 450 Menschen am Sonnabend Flagge gegen rechte Gewalt. Ab 10 Uhr füllte sich der Rathausturmplatz zusehends. Bevor der Zug über breite Straße, Bahnhofstraße, Karl-Marx-Straße, Schäferstegel, Burgstraße bis hin zum Nicolaiplatz begann, gab es einige Grußworte von Organisatoren und Gästen, unter anderem von Schülern der Jeetzeschule und der Freien Schule Altmark sowie verschiedener Bürgerinitiativen vor allem aus dem Wendland. Auch mehrere Flüchtlinge kamen in ihrer jeweiligen Landessprache zu Wort. „Demo gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft“ weiterlesen

[SAW] Plakate mit Neonazis aufgetaucht

Am Mittwoch, den 17.03.2016 sind in der Salzwedler Innenstadt Plakate mit 12 Neonazis aufgetaucht [1]. 2 der Neonazis kommen aus Gardelegen und haben starke Kontakte nach Salzwedel.

Nachdem fast alle der Neonazis auf dem Plakat Anzeige erstattet haben, zögerte die Polizei nicht die Plakate mit den Gesichtern eigenhändig aus der Stadt zu entfernen. Nun kleben nur noch die Plakate mit dem Texten, warum, wieso, weshalb diese Neonazis dort aufgelistet sind. „[SAW] Plakate mit Neonazis aufgetaucht“ weiterlesen

Volksverhetzung: Haftstrafe für AfD-Mitglied

Für einen Gewaltaufruf bei Facebook verurteilt das Amtsgericht Gardelegen René A. zu sechs Monaten auf Bewährung.

Gardelegen l Was für eine Woche für André Poggenburg: Am Sonntag zieht er mit seiner Partei triumphal in den Landtag ein – am Freitag steht er vor dem Amtsgericht Gardelegen, als Zeuge vorgeladen im Prozess gegen einen Parteifreund. Es geht um Volksverhetzung. Im zerknitterten braunen Anzug kommt Poggenburg eine Viertelstunde zu spät, „der Stau“, sagt er, dadurch erspart er sich aber auch die Begrüßung des Angeklagten, seines Parteifreunds René A. „Volksverhetzung: Haftstrafe für AfD-Mitglied“ weiterlesen

Hakenkreuz auf Gedenkstein geschmiert

Ein 23-jähriger Stendaler steht vor Gericht. Er soll Hakenkreuze auf den Robert-Dittmann-Gedenkstein geschmiert haben.

Stendal l Vor der Berufungskammer des Landgerichtes geht es derzeit um das Beschmieren des Robert-Dittmann-Gedenksteines auf dem Stendaler Friedhof mit roten Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen am 21. August 2014. Angeklagt ist ein 23-jähriger Stendaler, der schon mehrfach mit der Justiz Bekanntschaft gemacht hat. Das Amtsgericht hatte ihn für schuldig befunden und am 4. Mai vorigen Jahres wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je elf Euro (550 Euro) verurteilt. Vorläufig eingestellt hatte das Amtsgericht ein weiteres Verfahren, wonach der Angeklagte wohl in der selben Nacht 25 Zentimeter große rote Hakenkreuze auf den Gehweg in der Hans-Schomburgk-Straße gesprüht haben soll. „Hakenkreuz auf Gedenkstein geschmiert“ weiterlesen

Antifa Recherche

Seit mehreren Wochen behaupten Neonazis aus Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder, angeblich linker Gewalt ausgesetzt zu sein. Übergriffe auf Personen soll es gegeben haben – Wohnungen und Fahrzeuge sollen angegriffen/zerstört worden sein. Höhepunkt dieser Behauptungen stellt allerdings neben einer vermeintlichen Messerattacke von Antifas, die angebliche Detonation eines selbstgebauten „Sprengsatzes“ vor einer Nazi-Bude dar.Zeit, sich zum einen mit den Behauptungen etwas genauer auseinanderzusetzen und zum anderen einen Blick auf die Neonazis zu werfen, die dafür verantwortlich sind und was sie damit bezwecken wollen. „Antifa Recherche“ weiterlesen

[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!

+++ 70 Neonazis marschieren gegen angebliche linke Gewalt und Geflüchtete in Burg (Sachsen-Anhalt) auf +++ Großaufgebot der Polizei kesselt autonome Antifas ein und setzt auf strikte Lagertrennung +++ Interkulturelles Fest mit 100-150 Menschen in der Innenstadt +++ Weitere Neonaziaufmärsche angekündigt +++ „[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!“ weiterlesen

Naziplakate zerstört

Tatverdächtige nach Sachbeschädigung gestellt

06.03.2016, Salzwedel: Gegen 22:00 Uhr wurde durch Zeugenhinweise bekannt, dass mehrere Personen im Bereich der Ernst-Thälmann-Straße Wahlplakate herunterrissen. Die Personen waren dunkel bekleidet und vermummt. Es handelte sich um ca. 27 Wahlplakate verschiedener Parteien, die politisch rechts zugeordnet werden. Die Personen waren mit zwei Fahrzeugen, einem weißen VW-Transporter und einem Renault, unterwegs. Deren amtliche Kennzeichnen sind im Raum Dannenberg ausgegeben worden. Als die Fahrzeuge auf einem Parkplatz in der Schillerstraße von einer Streifenwagenbesatzung festgestellt wurden, setzten die Fahrzeugführer zur Flucht an. Dem Fahrer des VW-Transporters, besetzt mit mehreren Personen, gelang die Flucht. Er ist dabei jedoch mit einem parkenden VW-Polo kollidierte. Am Polo entstand ein Schaden von ca. 500 EUR. „Naziplakate zerstört“ weiterlesen

Röttger bleibt AfD-Chef des Kreisverbandes

bp. Lüchow. Ernst-August Röttger bleibt Vorsitzender des Kreisverbandes Lüneburg/ Lüchow-Dannenberg der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er setzte sich am vergangenen Sonnabend in Lüneburg während des Kreisparteitages bei der turnusmäßigen Wahl im zweiten Wahlgang gegen seinen Herausforderer Stephan Bothe durch. Dieser wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Röttger steht einem insgesamt acht Mitglieder starken Kreisvorstand der ursprünglich eurokritischen Partei vor. Als dessen Hauptaufgaben sieht Röttger die weitere Etablierung der Partei in den Kreisgebieten Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Der AfD Kreisverband hat sich auf seinem Kreisparteitag zudem vorgenommen, die Zahl seiner Mitglieder zu erhöhen und ein Kreiswahlprogramm für die Kommunalwahlen im September zu erstellen. Zu denen will die Alternative für Deutschland nämlich antreten: auch in Lüchow-Dannenberg – wenn sich ausreichend geeignete Kandidaten und Kandidatinnen finden.

gefunden in: EJZ 01.03.2016

SAW: Nazikarre abgefackelt

Medienberichten zufolge wurde am 24.02. in der Max Adler Straße das Auto des Salzwedeler Neonazis Fabian Mähne Ziel eines Brandanschlages. Das Fahrzeug wurde vollständig zerstört. Mähne war in der Vergangenheit immer wieder durch seine Beteiligung an gewaltsamen Überfällen und anderen faschistischen Aktionen aufgefallen (zuletzt hier), das Auto wurde dabei regelmäßig als Tatfahrzeug genutzt. In einer Stellungnahme distanziert sich die Antifaschistische Aktion Salzwedel von der Tat, entfernt diese jedoch später wieder von ihrer Homepage.

Presse dazu:

http://www.volksstimme.de/lokal/salzwedel/20160224/brandstiftung-auto-steht-in-flammen

http://www.az-online.de/altmark/salzwedel/passat-wurde-abgefackelt-6152764.html