Drei Anschläge in einer Nacht

rg/tl Dannenberg/Lüchow. War es ein Brandanschlag?Vieles deutet derzeit darauf hin, dass das Feuer, das in der Nacht zu Freitag große Teile des Einkaufszentrums Jeetzelallee in Schutt und Asche legte, vorsätzlich gelegt wurde. Und vieles deutet auch darauf hin, dass es weder die Tat eines Einzelnen war, noch eine Einzeltat – denn ebenfalls gestern Nacht griffen Unbekannte den Kik -Textilmarkt und die Agentur für Arbeit in Lüchow an, mit Steinen und blauer Farbe. Blaue Farbe, wie sie auch am niedergebrannten Kik-Markt in Dannenberg gefunden wurde. Die Polizei hatte noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen, hält sich aber, was einen Tatzusammenhang anbelangt, bedeckt: “Das können wir weder bestätigen noch dementieren”, so Polizeisprecher Kai Richter: Die Ermittlungen dazu dauern an.

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Schmierereien auf Kriegsdenkmal: Bekennerschreiben bei EJZ eingegangen

bp Lüchow. Bei der EJZ ist gestern ein Bekenner- – oder vielmehr ein Motivationsschreiben – zur Schmiererei am Kriegsdenkmal in Güstritz (EJZ berichtete) eingetroffen. Darin heißt es, man habe im Kreisgebiet “Kriegsdenkmäler ansatzweise umgestaltet”. Bisher ist laut Polizei allerdings nur der Fall in Güstritz bekannt. Begründung: “Wir akzeptieren kein patriarchales, kriegsverherrlichendes und nationalistisches Gedenken.” Auch 71 Jahre nach der Befreiung führe der deutsche Staat in vielen Ländern Krieg und noch immer sei “rassistisches und nationalistisches Denken und Handeln gesellschaftlich weit verbreitet und nimmt sogar zu”. Der anonyme Brief, der mit Bleistift und mit Hilfe einer Schablone abgefasst worden ist, endet mit der Formulierung “Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Deutschland!” Die EJZ hat den Brief der Polizei übergeben.

ejz. vom 13.05.2016

Dutzende Schilder in ganz Lüchow-Dannenberg beschmiert

bp Lüchow. Zu Zeiten der Castor-Transporte war es ein beliebtes Mittel, um Polizisten die Orientierung zu rauben: das Unkenntlichmachen der Ortshinweisschilder an den Straßen Lüchow-Dannenbergs. Innerhalb der zurückliegenden Tage haben Unbekannte, vermutlich linke Aktivisten, in ganz Lüchow-Dannenberg Dutzende Ortshinweisschilder mit szenetypischen Schlagwörtern geschmiert. “Utopie” ist da zu lesen, “Gleichberechtigung” oder “Anarchie”.

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Güstritzer Weltkriegsmahnmal wieder mit Schriftzug beschmiert

bp Güstritz. Sie haben es wieder getan, irgendwann zwischen 0 und 4.45 Uhr am Mittwochmorgen. Nachdem eventuell Linksaktivisten bereits im vergangenen Jahr das Mahnmal beschmiert hatten, das an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Güstritzer erinnert, ist Ähnliches nun erneut geschehen. “Nie wieder Faschismus”, lautet die Parole diesmal, kaum lesbar aufgetragen in orangefarbener Schrift. “Nie wieder Krieg”, hatten die Sprühwütigen zu Pfingsten vergangenen Jahres aufgebracht.

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Bündnis gegen Rechts macht während der KLP auf fremdenfeindliche Rhetorik aufmerksam

by Lüchow. “Fremd ist der Fremde nur in der Fremde” heißt ein berühmter Satz von Karl Valentin aus dem Jahr 1940. Und ein arabisches Sprichwort lautet: “Ein Fremder ist ein Freund, den ich nur noch nicht kenne.” Diese Sätze – und viele ähnliche andere – finden sich auf Transparenten, die während der Kulturellen Landpartie (KLP) in viele Dörfer gehängt wurden. Die Aktion hat das Bündnis gegen Rechts in Wendland und Altmark initiiert, um auf die Verwendung “fremdenfeindlicher” Rhetorik aufmerksam zu machen.

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Die neuen Wunderpunkte der Kulturellen Landpartie zwischen Dünsche, Klein Witzeetze und Königshorst

by Lüchow. Rechts ein großes Schlauchboot, in dem noch einige Kleidungsstücke liegen, links eine riesiger schwarzer Maulwurf: An beidem muss vorbei, wer auf den Hof Nummer 6 in Klein Witzeetze will. “KW 6”, so heißt dieser Punkt, ist ein erklärtermaßen “politischer Wunde.r.punkt”. Die Bewohner auf dem Hof verdienen alle ihr Geld im und um den Widerstand, etwa im Gorleben-Archiv, bei der Initiative “ausgestrahlt” oder auch bei graswurzel tv. Was die Kulturelle Landpartie (KLP) bislang an Politik bot, “reichte uns nicht”, sagt Jan Becker, einer von denen, die dort zu Hause sind. „Die neuen Wunderpunkte der Kulturellen Landpartie zwischen Dünsche, Klein Witzeetze und Königshorst“ weiterlesen

Von Glück und Frieden

Von Glück und Frieden
Musiker Heinz Ratz spielte mit seiner Band im Flüchtlingscamp in der Üfest bei Woltersdorf

Heinz Ratz ist ein Musiker, dem das Elend der Welt nicht egal ist. Mit seiner Band “Strom und Wasser” hat er sich für viele Anliegen engagiert, in den vergangenen Jahren besonders für Flüchtlinge. Am Sonntag spielte er auf dem Gelände der Woltersdorfer Üfest.

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Wegweiser beschmiert

ejz Sallahn. Schriftzüge wie „Autonomie“ oder „Rebellion“ haben Unbekannte irgendwann zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen mit Schablonen auf die Wegweiser an der Kreuzung der Kreisstraßen 8 und 18 in Sallahn gesprüht. Dabei haben sie nach Angaben der Polizei einen Schaden in vierstelliger Höhe verursacht.

ejz vom 09.05.2016

 

Jetzt wird gestreikt

Mitarbeiter von SKF und Hay-Speed legten in Lüchow die Arbeit nieder – Ziel: Lohnplus

 

bp Lüchow. In den Lü-chower Werken von SKF und Hay-Speed ist am Mittwoch mehrfach die Produktion zum Erliegen gekommen. Grund ist ein deutschlandweiter Warn-streik der IG Metall, an dem nach Angaben der Gewerk-schaft rund 100 000 Metaller aus knapp 500 Betrieben teil-genommen haben. In Lüchow legten bei SFK 80 Mitarbeiter in der Nacht-, 150 in der Normal- und 80 in der Abendschicht für je drei Stunden die Arbeit nie-der. Bei Hay-Speed lief es ähn-lich.Ziel der Gewerkschafter ist ein Lohnplus von satten fünf Prozent. Dieses Ziel haben die Arbeitgeber als überzogen zu-rückgewiesen und ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaft als „völlig unzureichend“ zu-rückgewiesen und die Friedens-pflichtfür beendet erklärt hatte, in der Streiks nicht gestattet sind. Die Gewerkschaft hofft, dass durch die Arbeitsniederle-gungen Bewegung in die bisher offenbar zähen Verhandlungen kommt.

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AfD-Kreisvorsitzender Röttger dankt aus Protest gegen Anti-Islamkurs ab

Der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Lüchow-Dannenberg/Lüneburg, Ernst-August Röttger, ist von seinem Amt zurück- und aus der Partei ausgetreten, weil er den Anti-Islamkurs der AfD nicht mittragen möchte.

tl Lüchow/Lüneburg. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Lüchow-Dannenberg/Lüneburg der Partei Alternative für Deutschland (AfD) ist am Donnerstag mit sofortiger Wirkung zurück- und aus der Partei ausgetreten. Wie Ernst-August Röttger der EJZ mitteilte, sei “ein Abgleiten ins Lager rechts außen für mich persönlich nicht akzeptierbar”. „AfD-Kreisvorsitzender Röttger dankt aus Protest gegen Anti-Islamkurs ab“ weiterlesen