Schwarzafrikaner krankenhausreif geschlagen

Anmk. der Red.: Uns erreichte der Hinweis, das der Begriff “Schwarzafrikaner” unangemessen ist, da er eine Verallgemeinerung dartstellt die so nicht hinnehmbar ist. Da wir den Artikel so übernommen haben belassen wir es beim Original, aber weisen auf die Stellungnahme der “Initiative Schwarze Menschen in Deutschland” hin. Danke für den Hinweis.

Hinter dem Anschlag auf einen Schwarzafrikaner in Oschersleben vermutet die Polizei rechte Gewalttäter.

Oschersleben l Ein Schwarzafrikaner ist am Freitag gegen 21 Uhr in Oschersleben offenbar von mehreren Personen zusammengeschlagen worden. Das teilte die Polizei am Montag mit. Demnach hatte eine Zeugin die Körperverletzung in der Breitscheidstraße angezeigt. „Vor Ort ermittelten die Beamten, dass eine männliche Person aus dem afrikanischen Benin von dunkel bekleideten Personen plötzlich angegriffen und zu Boden gestoßen wurde“, hieß es in der Meldung. Alle drei Täter hätten einzeln sowie gemeinsam auf dem am Boden liegenden Mann eingeschlagen. „Schwarzafrikaner krankenhausreif geschlagen“ weiterlesen

Unbekannte brechen in Wohnung ein

Das Opfer und die Polizei gehen von politisch motivierter Straftat aus. Der Staatsschutz hat mit Ermittlungen begonnen.

Oschersleben l In Oschersleben sind am Samstagabend offenbar mehrere Täter in ein Mehrfamilienhaus eingedrungen. Dort verwüsteten sie den Hausflur und drangen in die einzig vermietete Wohnung ein. „Ich war zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht zu Hause. Gegen 22 Uhr erhielt ich einen Anruf von einem Nachbarn, dass sich etwa zehn Vermummte Zugang in das Wohnhaus verschafft haben“, berichtete der Mieter (Name liegt der Redaktion vor) am Sonntag gegenüber der Volksstimme. „Unbekannte brechen in Wohnung ein“ weiterlesen

Jüdischen Friedhof ins Zentrum geholt

pet Bleckede. Zwei Orte miteinander verbinden, die für das jüdische Leben in Bleckede stehen, das war das Ziel des „Mahngangs — Gemeinsam gegen Antisemitismus“, zu dem unter anderem die Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen und der Deutsche Gewerkschaftsbund für gestern aufgerufen hatten. Treffpunkt war am Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden aus Bleckede im Schlosspark — von dort ging es dreieinhalb Kilometer zum Jüdischen Friedhof. Knapp 200 Menschen, darunter auch eine Gruppe von rund 15 Asylbewerbern, nahmen teil. „Jüdischen Friedhof ins Zentrum geholt“ weiterlesen

Braunes Ostertreiben

Die Ostertagung des völkischen „Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG) in der Lüneburger Heide haben auch Rechtsextremisten dem europäischen Ausland besucht.

Einige Kinder spielen an der Schaukel hinter dem Gasthaus „Zur Post“. Die Mädchen tragen lange Röcke und Kleider, die Buben dunkle Hosen und Wollpullover. Ein sonniger Ostersamstag im niedersächsischen Dorfmark im Heidekreis. Der Augenarzt Hartmut Klink, Ehemann der BfG-Vorsitzenden Gudrun Klink, steht auf dem Hof daneben, schaut nach dem Rechten. Etwas später holt eine ältere Frau aus Süddeutschland eine Kiste aus ihrem Wagen, auch kleine Stöcke trägt sie in den Gasthof, in dem seit Jahren die „Ludendorffer“ tagen. Die Mittsiebzigjährige tritt manchmal als Märchenerzählerin auf – oder als „Frau Holle“ bei der Weihnachtsfeier des BfG. Sie wohnt am Bodensee in einer Wohngemeinschaft mit einer anderen Ludendorff-Anhängerin. Mit ihr unterhält sich ein Mann in dunklem Kapuzenshirt und Sonnenbrille. Erkannt werden will der etwa 50 Jahre alte Teilnehmer der Ostertagung offenbar nicht. „Braunes Ostertreiben“ weiterlesen

Protest-Unfall: Berufung zurückgewiesen

tl Celle/Gorleben. Das Oberlandesgericht Celle hat am Donnerstag die Berufung eines Klägers zurückgewiesen, der während einer Protestaktion gegen den Castortransport am 9. November 2010 von einem Baum gestürzt ist und sich verletzt hat. Der Kläger wollte gemeinsam mit weiteren Männern möglichst nah an der Transportstrecke ein Transparent aufhängen. Als Polizeikräfte auf die Gruppe aufmerksam wurden, kletterte unter anderem der Kläger ohne Sicherung eine Kiefer empor, um den Polizeibeamten zu entkommen. Aus etwa vier Metern Höhe stürzte er ab. Er brach sich dabei einen Wirbelkörper.

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[Burg] Solidaritätserklärung & Spendenaufruf nach Neonazi-Gewalt!

Am Abend des 20. März 2016 warfen vermutlich Neonazis einen sogenannten Polenböller auf den Hof eines Wohnhauses in der Oberstraße in Burg und verletzten dadurch einen 23-Jährigen Antifaschisten schwer an der Hand. Durch die Explosion wurde u.a. der linke Zeigefinger des Betroffenen derart zerfetzt, dass ein Teil dessen später im Krankenhaus amputiert werden musste. Bereits in den Wochen zuvor kam es im Bereich der Oberstraße immer wieder zu Einschüchterungsversuchen und Übergriffen durch Neonazis weshalb wir davon ausgehen, dass diese auch für den jüngsten Vorfall verantwortlich sind. In der Oberstraße leben einige Menschen, die sich aktiv gegen menschenverachtendes Gedankengut zur Wehr setzen. „[Burg] Solidaritätserklärung & Spendenaufruf nach Neonazi-Gewalt!“ weiterlesen

Buntes Zeichen gegen Krieg

Unter dem Motto „Die Waffen nieder“ fand der 25. Ostermarsch und 274. Friedensweg der Bürgerinitiative Offene Heide in Haldensleben statt.

Haldensleben l Kunterbunt ging es am Ostermontag auf dem Marktplatz zu. Blaue Ballons mit der weißen Friedenstaube, Regenbogen-Fahnen und viele Transparente mit Forderungen wie „Militär raus – Schnöggersburg gehört uns“ oder „Bundeswehr abschaffen“ oder „Bedingungsloses Grundeinkommen“ prägten das Bild ab Mittag. „Fünf vor zwölf“ wurde der 25. Ostermarsch symbolträchtig offiziell eröffnet. Zuvor hatte der Eineweltchor aus Haldensleben die Haldensleber und vielen Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung musikalisch begrüßt. „Buntes Zeichen gegen Krieg“ weiterlesen

Anschlag auf jüdischen Friedhof in Bleckede

Zwischen dem 17. und 19. März 2016 wurde der jüdischen Friedhof in Bleckede zu großen Teilen zerstört. Mehrere Grabsteine wurden aus dem Boden gerissen und umgeworfen, Grabplatten zerschlagen und einige herausgeschlagene Bruchstücke entwendet. Dies ist nicht der erste antisemitische Anschlag auf den Friedhof. In den 1980er Jahren wurde der Friedhof gleich dreimal geschändet. Im April 2014 wurde rechte Symbole, u.a. die Odalrune, in einige Grabsteine geritzt. „Anschlag auf jüdischen Friedhof in Bleckede“ weiterlesen

Volksverhetzung: Haftstrafe für AfD-Mitglied

Für einen Gewaltaufruf bei Facebook verurteilt das Amtsgericht Gardelegen René A. zu sechs Monaten auf Bewährung.

Gardelegen l Was für eine Woche für André Poggenburg: Am Sonntag zieht er mit seiner Partei triumphal in den Landtag ein – am Freitag steht er vor dem Amtsgericht Gardelegen, als Zeuge vorgeladen im Prozess gegen einen Parteifreund. Es geht um Volksverhetzung. Im zerknitterten braunen Anzug kommt Poggenburg eine Viertelstunde zu spät, „der Stau“, sagt er, dadurch erspart er sich aber auch die Begrüßung des Angeklagten, seines Parteifreunds René A. „Volksverhetzung: Haftstrafe für AfD-Mitglied“ weiterlesen

Antifa Recherche

Seit mehreren Wochen behaupten Neonazis aus Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder, angeblich linker Gewalt ausgesetzt zu sein. Übergriffe auf Personen soll es gegeben haben – Wohnungen und Fahrzeuge sollen angegriffen/zerstört worden sein. Höhepunkt dieser Behauptungen stellt allerdings neben einer vermeintlichen Messerattacke von Antifas, die angebliche Detonation eines selbstgebauten „Sprengsatzes“ vor einer Nazi-Bude dar.Zeit, sich zum einen mit den Behauptungen etwas genauer auseinanderzusetzen und zum anderen einen Blick auf die Neonazis zu werfen, die dafür verantwortlich sind und was sie damit bezwecken wollen. „Antifa Recherche“ weiterlesen

[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!

+++ 70 Neonazis marschieren gegen angebliche linke Gewalt und Geflüchtete in Burg (Sachsen-Anhalt) auf +++ Großaufgebot der Polizei kesselt autonome Antifas ein und setzt auf strikte Lagertrennung +++ Interkulturelles Fest mit 100-150 Menschen in der Innenstadt +++ Weitere Neonaziaufmärsche angekündigt +++ „[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!“ weiterlesen