Unbekannte brechen in Wohnung ein

Das Opfer und die Polizei gehen von politisch motivierter Straftat aus. Der Staatsschutz hat mit Ermittlungen begonnen.

Oschersleben l In Oschersleben sind am Samstagabend offenbar mehrere Täter in ein Mehrfamilienhaus eingedrungen. Dort verwüsteten sie den Hausflur und drangen in die einzig vermietete Wohnung ein. „Ich war zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht zu Hause. Gegen 22 Uhr erhielt ich einen Anruf von einem Nachbarn, dass sich etwa zehn Vermummte Zugang in das Wohnhaus verschafft haben“, berichtete der Mieter (Name liegt der Redaktion vor) am Sonntag gegenüber der Volksstimme. „Unbekannte brechen in Wohnung ein“ weiterlesen

Extremisten nicht erwünscht

Mitglieder extremistischer Vereinigungen sollen in Salzwedels Feuerwehr keinen Fuß mehr fassen können, fordern SPD und Für Salzwedel

Salzwedel l Geht es nach dem Willen der SPD und Für Salzwedel, dann sollen Mitglieder einer extremistischen Vereinigung oder Organisation keine Möglichkeit haben, Fuß in der Salzwedeler Feuerwehr zu fassen. Dies soll auch nach außen hin in der Feuerwehrsatzung der Hansestadt dokumentiert werden. Deshalb hat die Stadtratsfraktion beantragt, den Paragrafen 11 der Feuerwehrsatzung zu ändern. „Mit der Erweiterung der Satzung wollen wir erreichen, dass die Feuerwehren nicht zum Tummelplatz für Extreme werden, die die Menschrechte missachten und somit den Boden des Grundgesetzes verlassen“, heißt es in dem von Norbert Hundt und Kerstin Caliva unterzeichneten Antrag. „Extremisten nicht erwünscht“ weiterlesen

Jüdischen Friedhof ins Zentrum geholt

pet Bleckede. Zwei Orte miteinander verbinden, die für das jüdische Leben in Bleckede stehen, das war das Ziel des „Mahngangs — Gemeinsam gegen Antisemitismus“, zu dem unter anderem die Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen und der Deutsche Gewerkschaftsbund für gestern aufgerufen hatten. Treffpunkt war am Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden aus Bleckede im Schlosspark — von dort ging es dreieinhalb Kilometer zum Jüdischen Friedhof. Knapp 200 Menschen, darunter auch eine Gruppe von rund 15 Asylbewerbern, nahmen teil. „Jüdischen Friedhof ins Zentrum geholt“ weiterlesen

Braunes Ostertreiben

Die Ostertagung des völkischen „Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG) in der Lüneburger Heide haben auch Rechtsextremisten dem europäischen Ausland besucht.

Einige Kinder spielen an der Schaukel hinter dem Gasthaus „Zur Post“. Die Mädchen tragen lange Röcke und Kleider, die Buben dunkle Hosen und Wollpullover. Ein sonniger Ostersamstag im niedersächsischen Dorfmark im Heidekreis. Der Augenarzt Hartmut Klink, Ehemann der BfG-Vorsitzenden Gudrun Klink, steht auf dem Hof daneben, schaut nach dem Rechten. Etwas später holt eine ältere Frau aus Süddeutschland eine Kiste aus ihrem Wagen, auch kleine Stöcke trägt sie in den Gasthof, in dem seit Jahren die „Ludendorffer“ tagen. Die Mittsiebzigjährige tritt manchmal als Märchenerzählerin auf – oder als „Frau Holle“ bei der Weihnachtsfeier des BfG. Sie wohnt am Bodensee in einer Wohngemeinschaft mit einer anderen Ludendorff-Anhängerin. Mit ihr unterhält sich ein Mann in dunklem Kapuzenshirt und Sonnenbrille. Erkannt werden will der etwa 50 Jahre alte Teilnehmer der Ostertagung offenbar nicht. „Braunes Ostertreiben“ weiterlesen

Protest-Unfall: Berufung zurückgewiesen

tl Celle/Gorleben. Das Oberlandesgericht Celle hat am Donnerstag die Berufung eines Klägers zurückgewiesen, der während einer Protestaktion gegen den Castortransport am 9. November 2010 von einem Baum gestürzt ist und sich verletzt hat. Der Kläger wollte gemeinsam mit weiteren Männern möglichst nah an der Transportstrecke ein Transparent aufhängen. Als Polizeikräfte auf die Gruppe aufmerksam wurden, kletterte unter anderem der Kläger ohne Sicherung eine Kiefer empor, um den Polizeibeamten zu entkommen. Aus etwa vier Metern Höhe stürzte er ab. Er brach sich dabei einen Wirbelkörper.

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