Hakenkreuz auf Gedenkstein geschmiert

Ein 23-jähriger Stendaler steht vor Gericht. Er soll Hakenkreuze auf den Robert-Dittmann-Gedenkstein geschmiert haben.

Stendal l Vor der Berufungskammer des Landgerichtes geht es derzeit um das Beschmieren des Robert-Dittmann-Gedenksteines auf dem Stendaler Friedhof mit roten Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen am 21. August 2014. Angeklagt ist ein 23-jähriger Stendaler, der schon mehrfach mit der Justiz Bekanntschaft gemacht hat. Das Amtsgericht hatte ihn für schuldig befunden und am 4. Mai vorigen Jahres wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je elf Euro (550 Euro) verurteilt. Vorläufig eingestellt hatte das Amtsgericht ein weiteres Verfahren, wonach der Angeklagte wohl in der selben Nacht 25 Zentimeter große rote Hakenkreuze auf den Gehweg in der Hans-Schomburgk-Straße gesprüht haben soll. „Hakenkreuz auf Gedenkstein geschmiert“ weiterlesen

BI empört über Müller-Zitat

bp Dannenberg. Während de Fukuhima-Mahnwache am Montagabend auf dem Dannenberger Marktplatz haben sich Anhänger der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) über einen Ausspruch des Vorsitzenden der Endlagerkommission, Michael Müller, empört. Er habe in einem Fernsehinterview den hiesigen Gorleben-Gegnern unterstellt, “ihre Kritik am Standortauswahlgesetz und an der Arbeit der Kommission beruhe darauf, dass sie einen großen Teil ihres Lebensinhalts verlören, wenn sich Gorleben als Endlagerstandort erledigen würde”, gibt die BI Müller wider. “Das ist unverschämt”, findet BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Müller diskreditiere damit die “Wachsamkeit der Menschen im Wendland, die solange geboten ist, wie Gorleben im Topf möglicher Endlagerstandorte bleibt”.

gefunden in: EJZ 16.03.2016

Fukushima Jahrestag

Gegen das Vergessen

Seit fünf Jahren erinnern Atomkraft-Gegner in Dannenberg an die Fukushima-Kathastrohe

rg Dannenberg. Über das Reaktor-Unglück im japanischen Fukushima it alles gesagt. Fünf Jahre ist es her, der GAU, der größte anzunehmende Unfall, der Teile Japans verstrahlte – aber auch den Atomausstieg in Deutschland beschleunigte. Seit dem Unglück treffen sich in Dannenberg jeden Montag Menschen zur Fukushima-Mahnwache, um vor den Risiken der Atomkraft zu warnen. Mehr als 100 waren es gstern Abend auf dem Marktplatz. Um gemeinsam nicht zu vergessen, wie es Mit-Initiator Herbert Schapper-Biemann ausdrückte. Denn reden über Fukushima brauche man nicht mehr. Darüber sei alles gesagt, “alles Entsetzen, alle Trauer, alle Wut”. Geredet wurde aber auch: Üer den Atomausstieg, der keiner sei, und über Gorleben, as weit davon entfernt sei, aus dem Pool möglicher Endlager-Standorte herausgefallen zu sein, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Bildunterschrift: Bereits seit fünf Jahren gedenken Atomkraft-Gegner jeden Montag auf dem Dannenberger Marktplatz der Reaktor-Katastrophe von Fukushima. Aufn. R. Groß

gefunden in: EJZ 15.03.2016

Freies Internet im Cafè Zuflucht

ejz Dannenberg. In Dannenberg wird das Netz an Freifunk-Routern immer dichter. Die Grüne Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden möchte Gästen im Dannenberger Cafè Zuflucht einen freien Netzzugang ermöglichen, hat nun einen Router gespendet, und betont: “Gerade jetzt, wo die Dannenberger Innenstadt auch von vielen Geflüchteten besucht wird, stellt die Möglichkeit kostenlos auf das Internet zugreifen zu können eine große Erleichterung für die Kommunikation dar.” Mit einem Freifunk-Router auf der Fensterbank, im Geschäft, oder Cafè könne jeder bei den freien Netzen mitmachen und so Alternativen zu kommerziellen Hot Spots aufbauen helfen. Nach Angaben von Lars Gauster wurden in Dannenberg bereits ein Dutzend Freifunk-Rouer aufgestellt oder sind kurz vor der Lieferung.

gefunden in: EJZ 11.03.2016

Ein Schmierer sieht rot

hat Schmiererei in Gartow politischen oder nachbarschaftlichen Hintergrund? – Polizei ermittelt

bp Gartow. Die Polizei in Gartow ermittelt derzeit in einem obskuren Fall. Täter haben in der zurückliegenden Woche ein Gartenhaus im Wohnprojekt Buchhorst Garten beschmiert. Das ist als solches nicht ungewöhnlich, die Botschaft der Schmiererei ist es  allerdings sehr wohl. Denn in weißer Farbe steht in großen Buchstaben auf dem roten Holz: “Kein Rot hier”. Die Leute, auf deren Grundstück das Holzhaus steht, stellen sich nun die Frage, was die Botschaft bedeuten soll, sind verunsichert. „Ein Schmierer sieht rot“ weiterlesen

8. März: Demo zum Welt-Frauentag

“Brauchen jetzt Unterstützung”

Frauenhaus-Verein will weiter Frauenhaus betreiben – Landkreis: Keine konkreten Pläne für Ausschreibung

by Lüchow. “Wir brauchen jetzt Unterstützung”, und deshalb haben gesern Mittag gut zwei Dtzend Frauen auf dem Lüchower Marktplatz für das Lüchower Frauenhaus demonstriert und auf ein – aus ihrer Sicht – Problem aufmerksam gemacht. “Will der Landkreis das autonome Frauenhaus in andere Hände geben?” steht deutlich lesbar auf einem breiten Transparent. Der Verein “Frauen für Frauen”, im kommendem Jahr seit 30 Jahren Träger des autonomen Frauenhauses, hat im Landessozialamt eher zufällig erfahren, dass die Kreisverwaltung plane, das Frauenhaus auszuschreiben. „8. März: Demo zum Welt-Frauentag“ weiterlesen

Autonomes Frauenhaus bedroht?

Keine konkreten Planungen

Teske: Neues Vergaberecht kommt im April

by Lüchow. Alle drei Jahre wieder sind die Verhandlungen, die der Lüchower Frauenhaus-Verein mit dem Landkreis über einen Zuschuss führt, mindestens zäh, heißt es aus dem Verein. So war es auch im vergangenen Jahr wieder. Bis dann der Landkreis mitten in den Verhandlungen einen Vertragsentwurf schickte, in dem 62000 Euro als Festbetragszuschuss und nicht als Fehlbedarfsfinanzierung zugesichert wurden, die Laufzeit aber auf ein Jahr begrenzt war. Im Verein wunderte man sich – und glaubt mittlerweile den Grund zu kennen. Laut Information aus dem Landessozialamt plane der Landkreis eine Ausschreibung. „Autonomes Frauenhaus bedroht?“ weiterlesen

Antifa Recherche

Seit mehreren Wochen behaupten Neonazis aus Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder, angeblich linker Gewalt ausgesetzt zu sein. Übergriffe auf Personen soll es gegeben haben – Wohnungen und Fahrzeuge sollen angegriffen/zerstört worden sein. Höhepunkt dieser Behauptungen stellt allerdings neben einer vermeintlichen Messerattacke von Antifas, die angebliche Detonation eines selbstgebauten „Sprengsatzes“ vor einer Nazi-Bude dar.Zeit, sich zum einen mit den Behauptungen etwas genauer auseinanderzusetzen und zum anderen einen Blick auf die Neonazis zu werfen, die dafür verantwortlich sind und was sie damit bezwecken wollen. „Antifa Recherche“ weiterlesen

[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!

+++ 70 Neonazis marschieren gegen angebliche linke Gewalt und Geflüchtete in Burg (Sachsen-Anhalt) auf +++ Großaufgebot der Polizei kesselt autonome Antifas ein und setzt auf strikte Lagertrennung +++ Interkulturelles Fest mit 100-150 Menschen in der Innenstadt +++ Weitere Neonaziaufmärsche angekündigt +++ „[Burg] Bericht zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten!“ weiterlesen

Naziplakate zerstört

Tatverdächtige nach Sachbeschädigung gestellt

06.03.2016, Salzwedel: Gegen 22:00 Uhr wurde durch Zeugenhinweise bekannt, dass mehrere Personen im Bereich der Ernst-Thälmann-Straße Wahlplakate herunterrissen. Die Personen waren dunkel bekleidet und vermummt. Es handelte sich um ca. 27 Wahlplakate verschiedener Parteien, die politisch rechts zugeordnet werden. Die Personen waren mit zwei Fahrzeugen, einem weißen VW-Transporter und einem Renault, unterwegs. Deren amtliche Kennzeichnen sind im Raum Dannenberg ausgegeben worden. Als die Fahrzeuge auf einem Parkplatz in der Schillerstraße von einer Streifenwagenbesatzung festgestellt wurden, setzten die Fahrzeugführer zur Flucht an. Dem Fahrer des VW-Transporters, besetzt mit mehreren Personen, gelang die Flucht. Er ist dabei jedoch mit einem parkenden VW-Polo kollidierte. Am Polo entstand ein Schaden von ca. 500 EUR. „Naziplakate zerstört“ weiterlesen

Keine Gas- und Ölsuche in der Göhrde

ejz Göhrde. Der US-amerikanische Öl- und Erdgaskonzern Kimmeridge hat den südlichen Teil des Erlaubnisfeldes Lüneburg zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen, zu dem auch ein Teil der Göhrde gehörte, ans Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zurückgegeben. „Damit hat sich nach der letztjährigen Aufgabe des Erlaubnisfeldes Lüchow durch das Unternehmen GdF-Suez sowie der Rückgabe des Erlaubnisfeldes Uelzen durch den kanadischen Konzern PRD Energy, das bis in den Raum westlich von Clenze, Schnega und Waddeweitz reichte, die Fläche für Gas- und Ölbohrungen in Lüchow-Dannenberg weiter verkleinert“, freut sich Francis Althoff von der Arbeitsgemeinschaft Fracking der Bürgerinitiative Umweltschutz. Als Gebiete zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen verbleiben in Lüchow-Dannenberg noch das 5,4 Quadratkilometer große Bewilligungsfeld Lüchow mit der Förderbohrung bei Blütlingen und das 160 Quadratkilometer große Feld Prezelle.

gefunden in: EJZ 04.03.2016

Röttger bleibt AfD-Chef des Kreisverbandes

bp. Lüchow. Ernst-August Röttger bleibt Vorsitzender des Kreisverbandes Lüneburg/ Lüchow-Dannenberg der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er setzte sich am vergangenen Sonnabend in Lüneburg während des Kreisparteitages bei der turnusmäßigen Wahl im zweiten Wahlgang gegen seinen Herausforderer Stephan Bothe durch. Dieser wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Röttger steht einem insgesamt acht Mitglieder starken Kreisvorstand der ursprünglich eurokritischen Partei vor. Als dessen Hauptaufgaben sieht Röttger die weitere Etablierung der Partei in den Kreisgebieten Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Der AfD Kreisverband hat sich auf seinem Kreisparteitag zudem vorgenommen, die Zahl seiner Mitglieder zu erhöhen und ein Kreiswahlprogramm für die Kommunalwahlen im September zu erstellen. Zu denen will die Alternative für Deutschland nämlich antreten: auch in Lüchow-Dannenberg – wenn sich ausreichend geeignete Kandidaten und Kandidatinnen finden.

gefunden in: EJZ 01.03.2016